An-/ausgespielt: Organ Trail, Ring Runner & Swords and Soldiers

Organ Trail: Director's Cut

Dieses "Retro Zombie Survival Game" von 2012 atmet den Geist (und die Technik) eines C64-Spiels, auch wenn das Entwicklerstudio The Men Who Wear Many Hats auf den Apple II verweist. Der Spieler ist auf einem Roadtrip durch die Zombie-Apokalypse in Nordamerika. Auf einer Landkarte fährt man von Ort zu Ort, zwischendurch können Zufallsbegegnungen stattfinden. Überlebenswichtig sind der Erwerb von Sprit, Nahrung und Medizin, dafür gibt es ein rudimentäres Wirtschafts- und Handelssystem. Auch Rollenspielelemente finden sich in Form einiger Charakterwerte der Reisegruppe. Leider laufen Ereignisse und Missionen auf folgende Minispiele hinaus: Entweder aus der Deckung heraus indirekt auf Gegner zielen und dabei deren Schussmustern ausweichen oder in einem kleinen Areal grüne Zombies abknallen und Gegenstände einsammeln. Simple bis nervige Action, deshalb habe ich bereits nach einer halben Stunde Organ Trail wieder deinstalliert.

Ring Runner - Flight of the Sages

Ich hätte es wissen müssen. Schon das positiv aufgenommene Space Pirates and Zombies konnte mich nicht fesseln, weil ich mit Massenträgheit in Top-down-Spielen auf dem Kriegsfuß stehe. S.P.A.Z. ließ sich auch als Echtzeitstrategie spielen, bei Ring Runner scheint es einzig um Kämpfe im Weltall zu gehen. Dazu bietet das 2013er Spiel von Triple.B.Titles eine Unmenge an verschiedenen Raumschiffen, Ausrüstungsteilen, Waffen und Sonderfähigkeiten, sogar prozedural erstellte Levels und ein MOBA-Mehrspielermodus sind an Bord. Dass Grafik und Menüs trotz schöner Weltallmotive zweckmäßig und altbacken sind, stört daher wenig, auch weil die angeblich 20 Stunden umfassende Kampagne mit ganz lustigen Dialogen aufwartet. Das nützt jedoch alles wenig, wenn zwar in Videos Raumschiffe elegant komplexe Manöver vollführen, ich persönlich mir dabei aber bloß Finger und Hirn verknote.

Swords & Soldiers HD

Dass Ronimo Games mit ihrem nächsten Spiel Awesomenauts komplett auf MOBA aus der Seitenperspektive setzen würden, ist angesichts von Swords & Soldiers (2009/10) nur konsequent. Hier stehen sich bereits zwei Hauptquartiere gegenüber, dazwischen Niemandsland mit einigen Wachtürmen. Als Spieler lässt man in klassischer RTS-Manier Arbeiter nach Gold schürfen, um dann verschiedene Kämpfer je nach Volk (Wikinger, Azteken etc.) freizuschalten und aufs Schlachtfeld zu schicken. Basenbau gibt es nicht und sobald eine Einheit bereit ist, läuft sie stur zum Feind. Direkten Einfluss hat man auf seine Comictruppen dann einzig durch das Auslösen von Sonderfähigkeiten und Zaubersprüchen. Leider ist es im 2D-Gewusel nicht immer einfach, dabei die richtige Figur zu erwischen. Schwerwiegender fand ich, dass man Einheiten nicht sammeln kann und der Nachschub daher nach und nach an der Front eintrifft. Mit erwähnten Fähigkeiten lässt sich dies zwar etwas ausgleichen, trotzdem blieb nach zwei Stunden Spielzeit und zwei Kampagnen das unschöne Gefühl, nicht wirklich das Geschehen zu kontrollieren.

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