Dienstag, 29. Juli 2008

24 ContraSieben [Update]

Warum schafft es ProSieben eigentlich nicht, während der momentan am Montagabend ausgestrahlten sechsten Staffel der Echtzeitserie 24 alle Werbeblöcke an den dafür vorgesehenen Stellen zu platzieren?! Total dämlich, wenn kurz vor und nach den Uhrzeitscreens, die eigentlich die Werbung umrahmen, die Spots plötzlich die Sendung unterbrechen.

Update: Seit dem 4. August strahlt ProSieben ganze drei Folgen am Stück aus, was an sich nichts schlechtes ist, aber im Umkehrschluss bedeutet, dass man montags bis 1:00 Uhr vor der Glotze hockt. Es scheint, dass der Sender nicht zufrieden mit den Quoten ist und die Serie schnell "durchsenden" möchte - einfach mittendrin absetzen wie z.B. mit Jericho geschehen traut man sich bei 24 (zum Glück) wohl nicht.
Zusätzlich hat die Willkür bei der Platzierung der Werbeblöcke noch weiter zugenommen: In den späteren Episoden gestern war meiner Wahrnehmung nach keine einzige Unterbrechung richtig an die dafür vorgesehenen Stellen gesetzt, teils wurde sogar mittem im Satz unterbrochen!

PS: Der Film D-War (ROK/USA 2007), auch bekannt als Dragon Wars, ist bis auf einige beeindruckende Monsterszenen, in denen Panzer und Apache-Hubschrauber sich der Ungeheuer erwehren, große Gülle.
Asiatische Darsteller gibt es übrigens kaum, aber irgendwie wurde die westliche DVD-Fassung wohl per Zufallsgenerator erstellt: Derart holprige und missglückte Schnitte habe ich selten gesehen! Dadurch leidet auch die Dramaturgie und das Verständnis des Films. Unfreiwillig komisches Highlight: Das erste Auftauchen der US-Special-Forces...

Mittwoch, 16. Juli 2008

Stell Dir vor...

... es ist E3 und keinen interessiert's. Vor einigen Jahren konnten wir Nerds und Geeks uns noch auf die Pressekonferenzen von Microsoft, Nintendo und Sony freuen, heutzutage gibt's kaum noch überraschende Ankündigungen (oder im Falle Nintendos quasi gar keine Spiele mehr jenseits des Casual-Segments - zumindest reden sie nicht drüber).

Bedeutend ist, dass Final Fantasy XIII außerhalb Japans neben der PS3 auch für Xbox 360 erscheint - das dürfte Sony absolut nicht freuen. Und während es mit einem Dashboard-Update möglich sein wird, Spiele auf die Festplatte der 360 zu kopieren, um das überlaute DVD-Laufwerk zu vermeiden, verbessert Nintendo seine Wiimote mit dem Aufsatz "MotionPlus". Zumindest Eurogamer ist begeistert:
«Wii MotionPlus is what we were promised, what we expected, what we wanted all along. It's what the Wii remote was always supposed to be - and just in time, as all that enthusiastic novelty was starting to wear off, and frustration setting in at its shortcomings. Whatever magic Nintendo has packed into this mysterious little plastic cube - we have absolutely no idea, and can't get an answer - it works.» (Hervorhebung von mir)
Penny Arcade charakterisiert die drei Pressekonferenzen sehr treffend: It's Just Like Being There...

Sonntag, 29. Juni 2008

Blade Runner (RetroZock)

«All those moments will be lost in time like tears in rain.»
Wie bespricht man ein cineastisches Adventure, das sich stark an Ridley Scotts Blade Runner von 1982 anlehnt, wenn man den legendären SF-Film schon sehr lange nicht mehr gesehen hat - und noch niemals als Director's bzw. Final Cut? Antwort: Auf intermediale Ausführungen muss verzichtet werden.

In Jahr 2019 ist Los Angeles zu einem endlosen, verdreckten Moloch geworden. Nach dem dritten Weltkrieg sind Pflanzen und Tiere überwiegend ausgestorben, Genetikdesigner erschaffen daher künstliche Imitate - auch Menschen, sogenannte "Replikanten". Die aber werden auf den Weltraumkolonien ein- bzw. eher ausgesetzt und dürfen unter Todesstrafe niemals zur Erde zurückkehren. Diejenigen, die es trotzdem wagen, werden von einer Spezialeinheit der Polizei gejagt, den "Blade Runnern".

Solch einen Superbullen namens Ray McCoy steuert man im 1997er Spiel Blade Runner in klassischer Point&Click-Manier durch die für damalige Verhältnisse hervorragend gerenderten, wenn auch nicht übermäßig interaktiven Örtlichkeiten, die mit einer Menge Hintergrundanimationen und Spezialeffekte wie Regen und Licht noch verschönert werden. Manchmal gibt es gar Kamerafahrten, die dynamischer wirken als beispielsweise in The Moment of Silence (House of Tales 2004), und auch immer noch ansehnliche FMVs. Die Charaktere und aufsammelbaren Objekte in sehr pixeliger Pseudo-3D-Voxel-Optik fallen dagegen leider ab und auch entsprechend auf. Ausgänge und Hotspots lassen sich nicht anzeigen, immerhin rennt McCoy bei Doppelklicks zunehmend schneller.

Bemerkenswert an Blade Runner ist, dass es zum einen ein Kampfsystem gibt: Bei Rechtsklick wird die Pistole gezückt, um damit dann (nur) auf Feinde zu schießen, wobei die Waffe verzieht und der Fadenkreuz-Mauszeiger springt; es gibt auch eine Übungsschießanlage, nur glänzten bei mir die virtuellen Pappkameraden durch Abwesenheit. Allzu oft gerät man nicht in Feuergefechte, in denen man jedoch - ebenso wie in wenigen anderen Begebenheiten - sogar sterben kann!
Zum anderen existieren keinerlei ansonsten für Adventures typische Kombinations- und Anwendungsrätsel mit Inventargegenständen. Man sammelt zwar auch einige Dinge auf, die besonders zu Spielbeginn noch analysiert werden müssen, aber dies dient nur zur Hinweisgewinnung. Alle Informationen wie z.B. Zeugenaussagen werden im Future-PDA "KIA" ("Komm-Interkonnektdaten-Assistenten"...) verwaltet, mit welchem man durch verschiedene Filterfunktionen gespeicherte Beweise, Indizien, Verbrechen und Verdächtige in Verbindung bringen kann.

Toll, dachte ich mir, da muss ich dann sicher in die Story eintauchen und mir selbst Beweisketten und Schlussfolgerungen mithilfe des KIA zurechtbasteln - dem war aber irgendwie nicht so... Das Spiel hat nämlich eine Besonderheit: Blade Runner läuft bei jedem Spielstart etwas anders ab: Wo wann welche Gegenstände oder Personen auffindbar und ob letztere Replikanten sind, variiert, es gibt unterschiedliche Enden und laut Anleitung ändern die wichtigsten Figuren abhängig von den Handlungen des Spielers durch eigene K.I.-Routinen ihr Verhalten.

Bei mir muss nun wohl die K.I. jeweils die schlechteste Wahl getroffen haben, denn obwohl ich den "Director's Cut"-Modus für den optimalen Spielverlauf (nachträglich) aktivierte, wurde ich dauernd mit wildfremden Personen konfrontiert, die bereitwillig Infos zu Vorfällen erzählten, von denen ich bisher aber noch gar nichts gehört hatte. Als ich einen Häftling gezielt über ein mir unbekanntes Verbrechen ausfragen konnte ("Worüber reden die?!"), aber erst danach vom eigentlichen Vorfall erfuhr, wähnte ich mich in einem Zeitparadoxon.
So verlief das Spiel für mich meist ziemlich ruppig und ich stolperte von vielen Namen verwirrt von Zwischensequenz zu Skriptszene, ohne recht in die Geschichte und dessen Kriminalhandlung eintauchen zu können, weswegen ich manchmal auch planlos in eine Komplettlösung schauen musste: Dort las ich dann, wie das Spiel wohl im Idealfall verlaufen könnte (in einigen Locations passierte bei mir z.B. gar nichts, sie schienen aber wichtig). Vielleicht habe ich ja durch unbewusst trotteliges Vorgehen dank der Nichtlinearität - man muss nicht zwingend immer jedes Indiz finden - selbst Schuld am Spielverlauf gehabt...?

Genervt hat mich noch, dass sich bekannte Dialoge - keine Untertitel möglich - nicht abbrechen lassen; (optionale) Auswahlmöglichkeiten in Gesprächen kommen eher selten vor, man weiß also nicht immer, was beim Klick auf eine Figur alles erzählt wird. Manchmal läuft auch noch eine Skript- oder Audiosequenz, trotzdem ist der Mauszeiger bereits sichtbar, ohne dass man irgendwo klicken könnte. Dafür sind die zahlreichen deutschen Sprecher wirklich hervorragend und die düstere Atmosphäre wird insgesamt glaubwürdig transportiert.

Kurz nach dem Einlegen der vierten CD-ROM war dann mit einer winzigen Endsequenz Schluss und ich dezent enttäuscht - das Spiel bekam in der deutschen Fachpresse damals immerhin Wertungen bis über 90%! Mich konnte die in Adventures per se wichtige Geschichte aber wegen der kruden Erzählweise nur selten fesseln, als Herr der Lage fühlte ich mich beim Durchspielen kaum, sondern reagierte oft nur auf nicht wirklich durchschaubare Ereignisse. Es mag aufgrund der halbdynamischen Story auch ein flüssigerer Spielverlauf möglich sein (7/10) und Blade Runner-Fans werden eh darüber hinwegsehen (8+/10), zumal einige Orte und Personen aus dem Film auftauchen. Ich aber hatte ein anderes Spielerlebnis. [6/10]

Blade Runner (PC)
Dice/Electronic Arts/Westwood 1997 | MobyGames | OGDb
Director: Donny Blank
Updates: Fazit/Wertung überarbeitet, Kampfsystem u.a. ergänzt

Dienstag, 17. Juni 2008

As time goes by...

Heute bekam ich von MobyGames eine Mail:
«The company correction that you submitted on 29.01.2007 has been approved.» (Hervorhebung von mir)
Bedeutender: Der amerikanische Spezialeffektguru Stan Winston verstarb vor zwei Tagen im Alter von nur 62 Jahren an Krebs. Ein Nachruf zum Beispiel bei der Los Angeles Times.

Montag, 9. Juni 2008

Falling Stars [Update II]

NintendoSterne


Jetzt ist es also bald soweit - meine mit 24 registrierten Nintendo-Produkten angehäuften "Sterne" im "Club Nintendo" (früher "Nintendo VIP" - da bekam man auch noch ein paar Sterne fürs tägliche Einloggen spendiert) werden demnächst verfallen. Dies wurde vor einigen Monaten schon angekündigt, nun warte ich nur noch auf einen entsprechenden Newsletter von Nintendo.

In all den Jahren gab es eigentlich nie brauchbare "Schätze", die man für seine Sterne erwerben konnte, und wenn doch, waren diese sofort ausverkauft - wie auch momentan alle wertigeren Dinge nicht verfügbar sind. Schnöde Desktop-Hintergrundbilder kosten 50, die Wii Fit-Socken der Games Convention 2007 ganze 1500 Sterne. Und für eine Komplettlösung im PDF-Format insgesamt 700 Sterne bezahlen zu müssen, ist schon dreist, zumal es kein hochwertiger und ausführlicher Spieleführer ist.

Hätte ich eine Wii, könnte ich meine Sterne in "Wii Points" tauschen, aber ohne registrierte Konsole ist das leider nicht möglich. Auch das Tauschverhältnis von 4:1 ist sehr unvorteilhaft, weswegen dies scheinbar nirgends auf Nintendos Website erwähnt wird. Ebenso verschweigt Nintendo dort den Geldpreis eines Wii Points - nämlich ungefähr 0,01 Euro (bei Amazon.de kostet eine Wii Points Card 2000 sogar 22,95).

Ein Stern ist also 0,0025 Euro wert, während man für ein Vollpreisspiel 250 Sterne bekommt. Nintendo gibt mir für meine Investition von mehr als 49 Euro somit einen Gegenwert von 0,625 Euro oder 62,5 Wii Points zurück; teils uralte Spiele in der Virtual Console kosten zwischen 500 und 1200 Wii Points, WiiWare-Neuentwicklungen bis zu 1500 Punkte.

Update: So, jetzt ist auch der Großteil meiner Sterne verfallen (ohne Benachrichtigungsmail!). Zuvor hatte ich aber doch noch einen halbwegs sinnvollen "Schatz" gefunden, nämlich ein braues DS-Spieleetui. Das kostete stattliche 5500 Sterne und als Lieferzeit werden acht Wochen angegeben...
Ein neues Spiel (Elite Beat Agents, Sonderangebot) hatte ich auch registriert, aber während dies früher innerhalb von Sekunden ging, muss man nun seitenweise statistische Angaben machen. Hauptsache kompliziert, Nintendo, gell?

Update II: Anstatt zwei dauerte die Lieferung fast genau einen Monat. Das Spieleetui wirkt durchaus stabil und edel, die Taschen für die Module sind jedoch etwas eng, dafür gibt es überraschend auch zwei Plätze für GBA-Spiele. Das Etui ist nicht direkt von Nintendo, sondern von Hori: "DS Game Card Case".

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