Dienstag, 25. August 2009

gamescom 2009

Der nicht ganz saubere Kampf um die Games Convention ist vorbei, das Überbleibsel Games Convention Online ("Browser|Client|Mobile") fand in Leipzig vom 31.7.-2.8. ohne große mediale Beachtung statt und der neue König gamescom stellte sich in Köln vom 20.-23.8. dem nach Babes und Spielen lechzenden Volk.

Da wir in der weiteren Umgebung der Rheinstadt eine kostenlose Lagerstatt bei meinem Bruder fanden, haben sich der Damnlord und ich die Premiere der gamescom am Donnerstag und Freitag angesehen; die übervollen Wochenenden meiden wir schon in Leipzig seit Jahren.

Vorgeplänkel

Am Montag der Messewoche stolzierte ich in den hiesigen Saturn, bekanntlich Vorverkaufsstelle der GC-Tickets. Dort wurde mir berichtet, dass diese Filiale nie Karten führte und auch gar nicht zum Einkauf angeboten bekommen hätte. Seltsamerweise war der Saturn in der offiziellen Liste der gamescom-Karten vorverkaufenden Märkte aufgeführt. Am Mittwoch in einem anderen Saturn gab es dann nur noch Dauer- und Wochenendkarten im Angebot, weswegen wir auf den Online-Shop der Koelnmesse ausweichen mussten, der aber in den Abendstunden einige Zeit wegen "Wartungsarbeiten" geschlossen war. Irgendwann lief die Webseite wieder und nach einer Registrierung konnte ich ermäßigte Karten erwerben, die aber personalisiert sind: Der Name steht auf den grünen Tickets. Man konnte auch für andere Personen Eintrittskarten erwerben und trotz Bankeinzug ließen sich die "e-Ticket"-PDFs sofort ausdrucken.

Auf der Eintrittskarte selbst war die Gültigkeit für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) vermerkt, für den Verbund Rhein-Sieg (VRS) gab es seltsamerweise ein zweites Ticket mit aufwändiger Gestaltung zwecks Kopierschutz oder so. Und auf dieser Karte stand auch noch meine Anschrift, die natürlich auch beim Damnlord abgedruckt war. Da wir aber nicht ein einziges Mal kontrolliert wurden, weiß ich nicht, ob sich ein ein übereifriger Kontrolleur vielleicht wegen der falschen Anschrift beim Damnlord aufgeregt hätte. Wie schon zur Games Convention wurde beim Betreten der Messe nie die Ermäßigungsberechtigung geprüft.

Mit den Ticketpreisen hat die Koelnmesse wohl versucht, den erwarteten Besucheransturm etwas zu steuern. Während in Leipzig jeder Tag gleich teuer war und es m.E. auch keinen verbilligten Vorverkauf gab, waren in Köln der Donnerstag und Freitag günstiger: Die normale Tageskarte kostete dort 12,50 Euro, im Vorverkauf 10 Euro und ermäßigt sogar nur 6 Euro; am Wochenende musste man 15 Euro (VVK 13,50) bzw. ermäßigt 9 Euro löhnen. In Leipzig kostete der Eintritt zuletzt pro Tag 12 Euro, ermäßigt 8,50 Euro.

Ankunft

Mein Wenigkeit fuhr am Mittwoch per teurer Bahn zu unserem GC-HQ, der Damnlord flog dekadent direkt am Donnerstag nach Köln - es ist geradezu pervers, dass Fliegen billiger als Bahnfahren ist! Nach einer zweistündigen Anfahrt trafen uns also dann im Herzen von Köln, von der gamescom war aber im Umfeld des Hauptbahnhofs kaum etwas zu sehen.

GC Hbf

Die Messe selbst befindet sich mitten in der Stadt und nicht etwas außerhalb wie in Leipzig, die belegten Hallen lagen jedoch am anderen Ende des Geländes, weshalb wir über fünf Minuten durch kahle Gänge und über leere Plätze latschen mussten, bis es endlich nach Spielemesse aussah. Zuvor hatten wir die "Bändchen Ausgabe" formally known as "Bändchen-Point" (Konzept 1:1 übernommen) besucht, wo der Ansturm recht überschaubar war, derweil die Polizei noch Barrikaden aufstellte.

GC Cops

GC Eingang

Inside the Mess(e)

Zumindest am Vormittag wirkten die vier Hallen noch nicht besonders voll, was auch an den größeren Freiflächen liegen mag. Der Gebäudeaufbau der Messe ist zwar nicht so übersichtlich und zentralisiert wie in Leipzig, dafür krankte die Games Convention an engen Verbindungsgängen, die am Wochenende auch gerne zu Einbahnwegen erklärt wurden, weil sonst kein Durchkommen mehr war (nicht persönlich erlebt). In Köln gab es zusätzlich in den einzelnen Hallen ein paar Chill-out-Plätze sowie sehr breite Außenwege, die selbst bei vielen Besuchern oft verwaist waren.

GC leer

Letztes Jahr hatte die GC in Leipzig eine Ausstellungsfläche von 115.000 m², die gamescom nun 120.000 m². Gleichzeitig gab es aber in Köln knapp 90 Aussteller weniger (Abschlussberichte hier und hier), was zusammen mit den größeren Leerräumen gefühlt leider keine größeren Stände der Aussteller bedeutete - trotz der erwarteten größeren Besucherzahl. Und so kam es dann, dass einige Publikumsmagnete wie Modern Warfare 2 oder der Blizzard-Stand (Diablo III, StarCraft II) Wartezeiten von zwei Stunden und mehr erforderten! Dass die Schlangen am Donnerstag und Freitag jedoch generell unzumutbar lang waren, kann ich nicht bestätigen; bis auf einige Ausnahmen wie oben erwähnt kam man mit vertretbarem Anstehen zum Zocken.

Vielleicht waren wir immer zur rechten Zeit am falschen Ort, aber die Bühnenshows schienen im Vergleich zu Leipzig nicht so zahlreich. Einzelne Hersteller fielen mit ihren brüllenden Agitatoren on stage deshalb um so mehr auf. Partys an jedem größeren Stand samt eigenem DJ waren schon in Leipzig seit einigen Jahren nicht mehr en vogue. Aber trotz subjektiv geringerer Beschallung war die Akustik in den Hallen ziemlich beschissen und verkam zu einem breiig-penetranten Hintergrundrauschen.

Wo Frauen noch Objekt sein können

Was Nerds und langjährigen Messebesuchern ebenfalls aufgefallen sein dürfte: Die Zahl der Hostessen, umgangssprachlich Messe-Babes, war gering, deren Nudity-Pegel schien auch runtergeschraubt worden zu sein (ob's am Standort Köln lag ;-). Trotzdem:

GC Babes

Man beachte die Blickrichtung des linken Herren in Weiß und was der rothemdige Junge im Hintergrund filmt. Gezeigte Damen lenkten uns übrigens beim Wii Sports Resort-Schwertkampf kurzzeitig durch ihre Ankunft ab und ich bin kurz darauf bei einem ausladenden Schlagmanöver rückwärts in die Blonde gekracht. Trotzdem gewonnen (aber der Damnlord konnte sich am nächsten Tag erfolgreich revanchieren)!

Respekt übrigens an die im Wortsinne Booth Babes in den DJ Hero-Kabinen, die erklären und tanzen mussten. Wie man zu meinen unfreiwilligen Breakbeats abhotten konnte, ist ein Rätsel, ebenso wo ich später dann die Kanye-West-Sonnenbrille verloren habe...

Spiele, Spiele, Spiele

Wenn man sich im Vorfeld nicht über Aussteller und gezeigte Spiele informiert, wird man viele Perlen und Geheimtipps übersehen. Wir bereiten uns seit Jahren nicht wirklich vor, sondern schauen meist nur ins Messemagazin. Das haben wir u.a. gespielt:

Red Steel 2 ist ganz nett, profitiert grafisch vom Cel-Shading-Look, ist aber nicht besonders detailliert. Man stand nahe an der Sensorleiste, trotzdem funktionierte die Steuerung recht gut, obschon der Fokus des Wiimote gerne verrückt spielte. Der Wechsel zwischen Schusswaffe und Schwert geht flüssig, aber wirklich 1:1 zur Spielerbewegung schienen die ausgeführten Nahkampfmänover nicht umgesetzt.

Heavy Rain sah schön aus, aber der Demoabschnitt sagte nicht allzu viel über das Spiel aus - zumindest hoffe ich das! Zuerst latscht man mit dem Helden durch eine Garage und scannt mit einer Spezialbrille alle paar Meter die Umgebung nach Hotspots. Schließlich kommt es zu toll inszenierter Action, die aber nur Quick-Time-Events sind! Immerhin ist das ins Spielgeschehen integrierte Interface gut gelungen.

Uncharted 2 bietet sehr aufwändige Umgebungsgrafik und im Gegensatz zur Präsentation des Vorläufers vor zwei Jahren waren die Displays ordentlich eingestellt. Das Spiel selbst ist eine typische Mischung aus Cover&Shoot sowie Sprungeinlagen, welche jedoch keinerlei Timing erforderten.

Mass Effect 2 hätte man sich auch schenken können, denn ein Rollenspiel anzuzocken bringt kaum etwas. So gab's nur kurze Dialoge und eine Ballerszene. Das Invertieren der Kamera funktionierte noch nicht, weswegen ich meistens in den Himmel oder auf den Boden starrte. Grafisch sind die Gesichter der Figuren immer noch schön, aber nichts besonderes mehr. Der Damnlord meinte, die Echtzeit-Feuergefechte steuerten sich im Gegensatz zum Vorgänger nun flüssiger und direkter. Dragon Age hätte mich mehr interessiert, aber die Schlange war uns zu lang und nach ME2 hatte ich kein Bock mehr.

FIFA 10, gähn. Mittlerweile gilt EAs Kicker ja als Pro Evolution Soccer etwas überlegen, mal schauen, ob Konami wieder zurückfindet. Hab nur 1:3 gegen Damnlord verloren.

Wii Sports Resort war unterhaltsam, auch wenn wir fast nur den Schwertkampf gespielt haben. Generell sind die "aktiven" Spiele auf der Messe immer ein Spaß, so auch Wii Fit Plus. Bei letzterem habe ich es nicht geschafft, in so einem Laufspiel meine Figur zu was anderem als Springen zu bewegen. O body control, where art thou? New Super Mario Bros. Wii mit vier Spielern war spaßig, da man gleichzeitig gegen- und miteinander spielen musste. Hinderlich waren die kurzen Pausen, wenn ein Spieler getroffen wurde.

Mafia II und Borderlands wurden als kommentierte Videos präsentiert, BioShock 2 nur als Trailer. Angefixt waren wir davon nicht, immerhin gab's Goodies. Irgendeine GTA-Episode auf PS3 habe ich auch noch gespielt - die hampelige Kamera ist ja extrem nervig! Ist das auch so bei GTA4? Und wo war Red Dead Redemption, dessen Artworks zu sehen waren?

Halo 3: ODST haben wir zu viert gegen den Computer gespielt. Die Steuerung von Halo ist bekanntlich super, nur das Spiel interessiert mich kaum. Lost Planet 2 war da schon etwas interessanter und wirkte nicht mehr so träge wie in der Demo des ersten Teils. Wir haben es aber nicht geschafft, den Endboss zu besiegen - ob es an uns oder den beiden Kids lag? Die probierten wohl schon den ganzen Tag über den Obermotz (geiles Wort, Toni!) zu plätten.

EyePet schien witzig, aber nicht selbst probiert. Scribblenauts haben wir auch total verpasst. Cursed Mountain hat mich nicht gerade begeistert: Recht karge Umgebung, ein Eispickel zum Schießen und selbst das Rennen ist lahm. Ghostbusters war auch nur nett, Batman: Arkham Asylum gab's als längst veröffentlichte Demo.

René Meyers Ausstellung Retro-Gaming haben wir übersehen. Waren eigentlich diese Franzosen vor Ort, bei denen man in Leipzig auf alten Konsolen spielen konnte? Auch gab es auf der GC zuletzt Multimediakunst, hat davon jemand etwas in Köln gesehen? Die Games Academy hatte auf der gamescom wohl nur noch einen kleinen Stand ohne Podiumspräsentationen ihrer Spiele? Modern Warfare 2 haben wir uns ob der langen Wartezeit geschenkt, zumal nur das bekannte E3-Level vorgespielt wurde. Konnten einige Zuschauer danach eigentlich auch selbst zocken wie noch in Leipzig vor zwei Jahren?

Der Rest drumherum

Die Gastronomie der Messe bot zwar mehr Vielfalt als die der Games Convention, dafür waren die Preise auch gepfeffert! Wurst, Pommes, Ketchup und Cola:

GC Essen

Es gab auch einige wenig heimelig wirkende Außenbereiche, die wir aber kaum wahrnahmen bzw. nicht wiederfanden. Die Wegfindung in der Koelnmesse war halt nicht so prall, auch die Beschilderung in den Hallen ("in welcher Halle sind wir jetzt?") kann verbessert werden.

GC Aussen

Kann es außerdem sein, dass weniger Goodies verteilt wurden oder man selbst aggressiv beim jeweiligen Standpersonal nachfragen musste? Zweimal haben Leute beim Verlassen eines Ab-18-Bereichs Sachen in die Hand gedrückt bekommen, wir aber nicht. Muss ich jetzt einen Minderwertigkeitskomplex entwickeln :-)?

Fazit

Lohnte sich der Besuch? Allein um zu sehen, was die gamescom anders als die GC macht, sicher. Jedoch muss man auch bedenken, dass weltexklusive Enthüllungen von Bedeutung eher rar waren, von Sonys PS3 Slim mal abgesehen. Um Demos zu spielen, die man schon downloaden kann oder zum ersten Messetag online gehen (Lost Planet 2, glaube ich), muss man nicht nach Köln kommen (inbesondere wenn man per Bahn o.ä. anreisen muss). Aber nirgends kann man so viel sehen, erleben und anzocken für einen wirklich lächerlichen Spottpreis - wir haben mehr fürs Essen bezahlt als für den Eintritt! Wenn die Wartezeiten jedoch in den hohen zwei- oder gar dreistelligen Minutenbereich gehen, ist es sicherlich kein Spaß. Wie voll war es am Wochenende?

Die Besucherzahlen sind per se ein Erfolg für Köln: 245.000 Gäste im Vergleich zu 203.000 in Leipzig letztes Jahr. Jedoch leben in dem Gebiet, aus dem man mit der Eintrittskarte umsonst anreisen konnte (VRR und VRS), über 10 Millionen Menschen, während der mitteldeutsche MDV auf nur 2 Millionen kommt! Da sieht das Plus an Besuchern nicht mehr so gewaltig aus... Auch müssen die Stände selbst anwachsen und mehr Spielstationen bieten, um mit der wachsenden Gästezahl mitzuhalten. Sind die Standpreise eigentlich vergleichbar mit Leipzig? Und was kosten Hotels und ähnliches?

Alles in allem hat es sich in meinen Augen schon gelohnt und der neue Ort konnte die Begeisterung, die in den letzten ein, zwei Jahren auf der GC spürbar bei uns nachließ, zumindest kurzfristig neu entfachen. Mal sehen, was wir nächstes Jahr verspüren...

Donnerstag, 25. Juni 2009

Der Preis bleibt stabil

Mein erstes Handy legte ich mir am 29.01.2001 zu, ein Siemens C35i bei T-Mobile. Oder T-D1, wie es damals noch hieß. Da ich mit dem Mobiltelefon eigentlich nur während des Grundwehrdienstes nach Hause telefonieren wollte, wählte ich einen Prepaid-Tarif - natürlich musste ich trotzdem Anschrift angeben und Ausweis vorlegen - mit "Xtra Nummer Eins", bei dem eine frei wählbare Festnetz- oder D1-Nummer besonders günstig war. Erkauft wurde dies durch endlos viele Tarifzeiten: "Weekend", "Sunshine", "Moonshine" (noch 2006 war ein nächtlicher Anruf zu E-Plus/O2 teurer als zu Vodafone). Trotzdem waren im günstigsten Fall umgerechnet 0,08 Euro pro Minute sehr fair, man durfte nur nicht tagsüber unter der Woche telefonieren.

Mit dem beiliegenden Nickel-Metallhydrid-Akku (500 mAh) hatte ich nicht lange Freude, auch ein später nachgekaufter Lithium-Ionen-Akku (900 mAh) hielt alsbald nur noch kurz durch. Daher wurde Ende 2004 ein neues Handy angeschafft: Siemens A60. Es kostete ungefähr so viel wie mein erstes, konnte aber weniger - zumindest sinnvolle Features wie ein rudimentärer Kalender fielen weg... Immerhin verrichtet der Li-Ion-Originalakku (700 mAh) noch heute ordentlich seinen Dienst.

Jetzt habe ich nach knapp 8,5 Jahren meinen Tarif online umgestellt, was anscheinend fast sofort und sogar kostenlos ging. Warum meine Mobilbox mir aber seit längerem sagt, ich sei ein unbekannter Teilnehmer, konnte man mir im T-Punkt (natürlich?) nicht beantworten.

Der neue Tarif "Xtra Click" ist wesentlich übersichtlicher und mit Minuten/SMS-Preisen zu T-Mobile von 0,05 Cent sogar in meinen Augen billig. Dass aber der Preis für Kurzmitteilungen in andere Netze in all den Jahren nur um 4 Cent sank, ist schon ernüchternd! Wird Zeit, dass die EU nach den Roaming-Gebühren auch dort mal reguliert, anstatt an der Netzneutralität drehen zu wollen.

PS: Eigentlich sind SMS ja eh völlig veraltet und überteuert, wenn man's mit E-Mail vergleicht.

Freitag, 5. Juni 2009

Altlasten?

Die offizielle Super Smash Bros. Brawl-Website verkündet:
«As of June 30th, 2009, the current service that accepts user-generated snapshots, stage designs, and replay data will no longer be available. Please note, however, that we will continue to distribute such data after that date.»
Ist der interne Speicher der Wii, die sie als Server benutzen, voll? :-)

Und Microsoft wird nach einem kommenden letzen Titel keine weiteren Xbox Originals mehr veröffentlichen (hm, diese Liste ist kürzer). Die 360-Software-Emulation für alte Xbox-Spiele wurde auch schon lange nicht mehr erweitert; hätte man aber nicht alle kompatiblen Spiele einfach zum Download anbieten könnne?

PS: Wenn ich meine LIVE-Daten per Xbox-Website ändern möchte, muss ich eine Telefonnummer hinterlegen - per Dashboard geht's auch ohne...

Donnerstag, 23. April 2009

Wer zu spät kommt...

Das "erste österreichische Online-Magazin" GamingXP ist in der aktuellen GEE April 2009 mit einer Anzeige vertreten. Ein eher unästhetischer Mann ruft beim Zocken per Sprechblase "Feel the Experience", während am Rand der Seite steht: "Täglich News, Berichte und Winnings [sic] auf www.gamingxp.de!" Aber vielleicht hätte man mittlerweile eine aktuellere Konsole wählen sollen...?

GamingXP

Freitag, 3. April 2009

Plagiat? GameStar-Test in gamesTM?

Beim Schmökern in der neuen gamesTM 05-06/2009 kam mir der Test zum Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3-Add-on Der Aufstand irgendwie bekannt vor. Und es erscheint offensichtlich, dass der Halbseiter eine runtergebrochene Version des Zwei-Seiten-Reviews aus der GameStar 05/2009 ist. Nur werden die beiden Publikationen nicht vom selben Verlag herausgebracht, eine Synergiemaßnahme wie bei GamePro und GameStar manchmal zu beobachten kann daher ausgeschlossen werden. Den gamesTM-Artikel verfasste Benjamin Kratsch, für GameStar schrieb Daniel Matschijewsky; beide Autoren werden im jeweiligen Impressum als feste Redakteure und auch nicht als freie Mitarbeiter beim jeweils anderen Blatt aufgeführt. Die gamesTM liegt seit dem 1. April am Kiosk aus, die GameStar bereits seit dem 25. März.

GameStar-Test (online seit 13.03.2009), Auszug:
«So bekommt es Ihr unterlegener Trupp russischer Fußsoldaten bereits in Mission Nr. 1 nicht nur mit durch Energieschilde geschützten Athena-Fahrzeugen, sondern auch mit den neuen Pacifiern der Alliierten zu tun. Die vierbeinigen Panzer feuern über die halbe Karte und haben Ihre Einheiten bereits dezimiert, noch bevor sie dem Beschuss überhaupt etwas entgegensetzen können -- unfair! Das knackige Niveau hebt das Programm mit jedem Auftrag weiter an, richtet sich also nur an nervenstarke Profis. Immerhin: Wer die erste Russland-Mission meistert, schaltet damit auch die Alliierten- und Japan-Kampagnen frei. Die fallen zwar weniger anspruchsvoll aus, sind für Einsteiger aber trotzdem viel zu hart, selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad.
Dass Der Aufstand so schwer ist, liegt nicht am taktischen Anspruch (es entfällt sogar die im Hauptprogramm eingeführte Koop-KI), sondern hauptsächlich an gnadenlosen Startbedingungen und Skriptereignissen. Da reißen alliierte X1-Mechs bereits nach wenigen Minuten provisorisch hochgezogene Abwehranlagen ein [...].
[...] Glücklicherweise blitzt oft genug die aus Alarmstufe Rot 3 bekannte Kreativität bei den Aufträgen durch. So müssen wir beispielsweise in einer Alliierten-Mission Shinzos Villa mit Cryo-Coptern und -Legionären einfrieren, um ihn anschließend zu verhaften. Doch der Bursche flieht plötzlich in einem von sechs davonfahrenden Trucks - ein Hütchenspiel.»
gamesTM-Test (nicht online), Auszug:
«Bereits in der ersten Sowjet-Mission gilt es, mit leichten Infanterieeinheiten sowie einigen Teslatroopern gegen alliierte Athena-Kanonen zu bestehen, die sich per Energieschild schützen. Parallel dazu muss man sich an den neuen Pacifier-Panzern vorbeimogeln, die im stationären Spezialmodus über die halbe Karte ballern und mit ihren Explosivgeschossen unsere Jungs schneller ausradieren, als diese "Für Mütterchen Russland!" schreien können. Das knackige Niveau steigt mit jedem weiteren Auftrag. Die Alliierten- und die Japan-Kampagne zeigen sich zwar etwas humaner, dürften Gelegenheitsstrategen aber selbst im einfachsten Modus überfordern. Schuld sind fiese Skripts, die dafür sorgen, dass beispielsweise nach nur einer Spielminute der neue US-Superpanzer X1 unsere Basis auseinandernimmt. [...] Der schlechten Balance steht kreatives Missionsdesign gegenüber. So wird Shinzos Villa mit den neuen Cryo-Legionären tiefgekühlt. Dann flieht der Mann in einem von sechs Trucks, die sich in alle Himmelsrichtungen entfernen - das Hütchenspiel beginnt.»
Kann mir jemand diese auffällige Ähnlichkeit in Struktur und Wortwahl erklären...? (Die GameStar gibt übrigens 72%, die gamesTM 7,3/10.)

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