Freitag, 23. Juli 2010

PC Games Power Player

«Wir haben uns das Ziel gesetzt, Sie von der ersten bis zur letzten Seite zu überraschen, zu inspirieren und mit Artikeln zu begeistern, die Sie in dieser Ausführlichkeit so nirgends sonst finden.» (PCGPP)
Understatement ist nicht Sache der PC Games, wenn es um die neue Sonderheftreihe Power Player geht, deren erste Ausgaben Mitte Mai und Juli für 6,99 Euro am Kiosk auftauchten. Die Dichte an Eigenlob und Superlativen auf den Covern ist entsprechend bemerkenswert:
  • "Das geheime Wissen der Spieleprofis". Ob damit die PCGPP-Leser oder die Redakteure gemeint sind...?
  • "Guides zu Ihren Lieblingsspielen". Zur zweiten Ausgabe wurde das Fehlen eines lobenden Adjektivs behoben: "Geniale Guides zu Ihren Lieblingsspielen"
  • Außerdem: Faszinierende Reports, wirklich nützliche Profi-Tipps, jede Menge nützlicher Profi-Tipps, größte Geheimnisse, geniale Mods, optimale Vorbereitung, beste Taktiken, beste Gruppen-Zusammenstellungen, unschlagbare Taktiken, wirklich, wirklich alles, unglaublich, beste Tools, beste Mods, geheime Funktionen, jede Menge Geld sparen, was jeder Fan wissen muss, noch mehr Spaß, pures Adrenalin, wildeste Stunts, noch realistischer, im Schlaf beherrschen, Teamkameraden beeindrucken, Taktiken berühmter Feldherren lernen, die Welt erobern, gewusst wie.
Formal kann das Heft immerhin mithalten, denn Cover und Papier fühlen sich wertig an, nur vom behaupteten "außergewöhnliche Design" dürfte niemand vom Hocker gehauen werden. Inhaltlich hat sich das Heft eine interessante Nische gesucht: Tipps und Tricks, Tuningkniffe und Mods - alles Dinge, die in klassischen Monatsheften gar nicht oder nur eingeschränkt thematisiert werden (erinnert sich noch jemand an die früheren Tipps- und Komplettlösungssonderhefte?). Die behandelten Spiele sind überwiegend erfolgreiche und aktuelle Titel.

An der Einzigartigkeit der dargebotenen Informationen möchte ich zweifeln, doch könnte zumindest im deutschsprachigen Internet deren Zusammensuchen durchaus aufwändig sein. Ergo die klassische Funktion von Printpublikationen: Übersicht schaffen, z.B. für Leute, die keine ReadMe-Dateien lesen oder Englisch nicht mögen. Da ich momentan kaum PC-Games spiele, kann ich die Qualiät und Verlässlichkeit der Artikel aber nur bedingt beurteilen. Außer den Fremdschämfaktor des achtseitigen Berichts mit den "besten Datingtipps" für Grand Theft Auto 4... Beim Windows-7-Artikel hätte ich mir zudem mehr Augenmerk auf die x64-Version gewünscht.

Ob man nun die knapp 7 Euro ausgeben möchte, hängt einfach von den behandelten Spielen ab. Sieben bis acht Titel sind der Schwerpunkt, dazu zwei allgemeinere Artikel (z.B. Hardware, OS, Service) sowie ein paar gemischte Seiten "Power-Workshops". Ein Heft für Retro- oder Non-Mainstreamspieler ist PCGPP nicht, auch wenn Redakteure ihr erstes PC-Spiel kurz vorstellen. Die vielbeschworenen Fans dürften in den meisten Fällen die Infos und Tipps schon kennen, weswegen die Zielgruppe vielleicht doch eher die Neueinsteiger sind, die bei den bekannten und daher vielgespielten Games nicht erst endlos Lehrgeld zahlen wollen.

Samstag, 17. Juli 2010

Textnachrichten in Xbox LIVE

Wer hackt sich schon mühsam Textnachrichten mit dem Controller zusammen, werden einige fragen, das ist doch ähnlich antiquiert wie SMS. Trotzdem gibt es beides noch - und die Eingabemaske für Nachrichten bei Xbox LIVE ist grausam! Vielleicht ist deshalb die Sprachnachricht vorausgewählt... Aber was stinkt denn nun?

  1. Eine Textnachricht kann wohl 255 Zeichen lang sein, trotzdem gibt es nur eine einzige Eingabezeile. Folglich sieht man lange Nachrichten nicht komplett. Es wäre im Eingabefenster genügend Platz, um mehr als eine Zeile anzuzeigen.
  2. Die Anordnung und Verteilung der Buchstaben, Sonder- und Satzzeichen auf die drei durchschaltbaren Tastaturen ist verbesserungswürdig: Warum liegen z.B. Umlaute nicht auf den gleichen Positionen wie die zugehörigen Vokale (oder werden aktiviert, wenn man den Knopf auf Vokalen länger gedrückt hält)? Autovervollständigen oder lernfähige Tastaturlayouts könnte ich mir auch noch vorstellen.
  3. Drückt man bei der Eingabe einer Textnachricht aus Versehen "B", gelangt man ohne Nachfrage ins übergeordnete Menü - die Nachricht ist futsch. Wenn man in diesem Menü jedoch "B" drückt, erscheint ein Fenster und fragt, ob ich die Nachricht verwerfen möchte.

Dienstag, 13. Juli 2010

WM 2010: Emotionale Mediale [Update II]

BBC: World Cup 2010 A to Z



"Muellered" wird somit in der nächsten Auflage des Oxford English Dictionary stehen?

BBC: World Cup 2010 closing montage (District 9) ["This video contains content from FIFA, who has blocked it on copyright grounds."]



Der offizielle Beitrag in der BBC-Mediathek ist wie üblich für Nichtbriten gesperrt. Hatten ARD oder ZDF auch solch packende Montagen und Kurzfilme erstellt? Die Videos von BBC und ITV zur Einstimmung auf die eigentlichen Matches sind ebenso gelungen.

The Big Picture

Die bekannten Bildersammlungen AKA "News stories in photographs" des Boston Globe: BR: Bilanz und Politik (Audio)

Dienstag, 6. Juli 2010

Bobby Kotick strikes back

Activision Blizzards CEO Robert Kotick kam mit seinem Ziel, den Spaß bei der Herstellung von Spielen auszumerzen, im letzten Jahr zu zweifelhaftem Ruhm: "My name is Bobby. I'm about kickin' ass, I'm about takin' fun, and we're about makin' money" (sinngemäß ;-). Gegenüber der Financial Times verkündete er nun:
«We’ve heard that 60 per cent of [Microsoft’s] subscribers are principally on Live because of Call of Duty. We don’t really participate financially in that income stream. We would really like to be able to provide much more value to those millions of players playing on Live, but it’s not our network.»
60% sind also vor allem wegen CoD bei Xbox Live Gold? Natürlich... Deshalb will er auch bei Online-Gebühren mitverdienen und träumt bestimmt von einem Abomodell wie bei World of WarCraft. Und nur weil Activision Blizzard nix von Microsofts Einnahmen abbekommt, kann er uns Spielern nicht viel mehr "value" bieten. Ist klar, deswegen müssen die Modern Warfare 2-Kartenpakete wahrscheinlich auch jeweils knapp 15 Euro für drei neue und zwei alte Maps kosten...

Kotick sieht die Zukunft bei spieletauglichen Wohnzimmer-PCs. Also in seinem Wunschdenken kostenpflichtiges Battle.net mit Ubisoft'schem Online-Zwang für alle Games von Activision Blizzard? Mal sehen, wie sich Plattformen wie Steam und Co. noch entwickeln und ob nach dem Scheitern von Games for Windows Live nochmals versucht wird, kostenloses Online-Gaming auf PC abzuschaffen. Zumindest bei MMOGs geht der Trend aber momentan zu Free-to-play.

PS: Martin Woger fasste am 20. Juli "Die Activision-Story" auf Eurogamer.de zusammen.

Freitag, 2. Juli 2010

RapidShare: "So flexibel und günstig wie nie"? [Update IV]

Der bekannte One-Click-Filehoster RapidShare hatte zum 29. Juni sein Produkt- und Zahlungsmodell umgestellt. Doch am 6. Juli wurde bereits kräftig zurückgerudert (und die alten News gelöscht) - "RapidShare hört zu und handelt: Ein Paket für alle User":
«In Folge der Umstellung unseres Produkt- und Preismodells in den vergangenen Tagen haben wir von unseren Usern intensives Feedback erhalten. Darunter waren auch positive Rückmeldungen, aber wir sind ehrlich: Die meisten Antworten waren negativ. Mit unseren Änderungen haben wir viele User verunsichert. Das ist natürlich keine Absicht gewesen. Denn unser Ziel ist es ein System einzuführen, das den Nutzern mehr Flexibilität bietet. Wir sind aber froh über jede Rückmeldung unserer Kunden, denn nur so wissen wir, was unsere User wirklich wollen. Deswegen haben wir unser Angebot noch einmal grundlegend überarbeitet und deutlich einfacher gemacht.»
Mehr zum neuen Paket namens "RapidPro" siehe weiter unten!

1. Das alte neue Modell

Statt den bisherigen vier Zeitpaketen mit einheitlichem Speicherplatz und Downloadvolumen gibt es nun eine Metawährung namens "Rapids", die für fünf Hosting-Pakete mit unterschiedlichen Storage- und Traffic-Kontigenten ausgegeben werden können:

RapidShare02

Vorbei also die Zeiten, wo man als Inhaber eines Premium-Accounts pauschal bis zu 50 GB Speicherplatz und pro Kalendertag 5 GB Traffic zum Herunterladen bekam, der sich bis 25 GB addierte. Ungenutztes Downloadvolumen verfällt im neuen System. Die Rapids selber können zu folgenden Konditionen erworben werden:

RapidShare01

Im alten System kosteten...
  • 30 Tage 6,99 € (23 Ct./Tag)
  • 90 Tage 16,99 € (19 Ct./Tag => 17% Ersparnis)
  • 180 Tage 29,99 € (17 Ct./Tag => 26% Ersparnis)
  • 365 Tage 54,99 € (15 Ct./Tag => 34% Ersparnis)
Je höher die Laufzeit, desto größer war die Ersparnis. Bei den neuen Prepaid-Aufladungen fällt dies leider weg. Bei 400 Punkten zahlt man 1,25 Ct. pro Rapid, ansonsten sind es immer 1 Ct. pro Rapid. Die kleinsten Pakete lohnen sich also in beiden Preismodellen nicht. Es gibt auch keine nennenswerten Boni für teurere Pakete; für 1 Rapid erhält man zwischen 0,25 und 0,27 GB Traffic. Wenn man die alten und neuen Preise nun auf Traffic-GB herunterbricht und vergleicht, ist das neue System etwas teurer: 90 Tage mit je 5 GB kosteten früher 16,99 € bzw. 19 Ct./Tag, das vergleichbare "RapidMedium"-Paket schlägt im selben Zeitraun mit 18 € bzw. 20 Ct./Tag zu Buche (wenn man 1.000 oder mehr Rapids erwirbt).

1.1. Umstellungen

Komplett weggefallen sind zum 1. Juli auch RapidDonations und TrafficShare sowie das Prämienprogramm RapidPoints. Am 18. Juni hieß es dazu: "Das Unternehmen reagiert damit auf Behauptungen, wonach das Prämienprogramm eine Belohnung für das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte darstelle." Die angesammelten Punkte lassen sich noch bis zum 6. Juli in Rapids umwandeln, jedoch zu starren Kursen:
«5.000 Free-RapidPoints und 5.000 Premium-RapidPoints entsprechen 600 Rapids, 50.000 Free-RapidPoints und 50.000 Premium-RapidPoints ergeben 6.000 Rapids.»
Ich habe diese ganzen Sachen nie genutzt oder verstanden :-), sitze aber jetzt auf uneinlösbaren 19.000 Free RapidPoints und 3.000 Premium RapidPoints [die mittlerweile verfallen sind]. Man kann auch seine Premiumpunkte in freie umwandeln, doch der Sinn entzieht sich mir.
[Zehn Tage nach einer Mail mit kritischen Fragen an RapidShare wurde mir überraschend die Gutschrift von 1.200 Rapids mitgeteilt, was quasi der Quote der ursprünglich möglichen Umwandlung entspricht.]

Ansonsten wurden die Accounts so umgestellt:
«Pro Resttag eines Premium Accounts werden dem Nutzer 20 Rapids gutgeschrieben. Beträgt die Restlaufzeit eines Premium Accounts beispielsweise 10 Tage, erhält der User 200 Rapids. Jedes GB TrafficShare wird in 5 Rapids umgewandelt.»
1.2. Kleingedrucktes

Das neue System ist offensichtlich flexibler und erweitert zudem die Obergrenzen für Speicherplatz und täglichen Download-Traffic. Laut der News-Meldung vom 25. Juni [nicht mehr verfügbar] lässt sich beliebig zwischen den Paketen wechseln, aber die Änderungen sollten erst am nächsten Tag gelten. Jedoch waren damit nur Downgrades gemeint! Tief im teilweise noch veralteten FAQ steht: "RapidShare wird Ihren Account automatisch hochstufen sobald wir bemerken das Sie mehr Speicherplatz oder Traffic benötigen."

RapidShare hat aber bereits Anpassungen vorgenommen und schreibt in einer etwas unklaren News-Meldung vom 1. Juli [nicht mehr verfügbar]: "Ab sofort können unsere Kunden auch von einem automatischen Paket-Downgrade nach Wunsch profitieren." In den Einstellungen findet sich dazu noch nichts und das FAQ schreibt weiterhin einzig von manuellem Rückstufen. Generell erfolgt ein Downgrade immer um 24:00 Uhr (MEZ). Und ein "Upgrade führt zudem dazu, dass die nächste Abbuchung von Rapids erst wieder nach 24 Stunden stattfindet".

Außerdem lassen sich nun die Minimal- und Maximalpakete festlegen. Bis zum 1. Juli (?) konnte man auch das "RapidFree"-Paket auswählen, wodurch keine laufenden Kosten anfallen würden, ohne dass man seinen Account verliert. Dies ist jetzt weggefallen - es sei denn, es verbirgt sich unter der Option "Kleinstmögliche Paket", was nicht der Fall zu sein scheint. Rapidshare führt mittlerweile im FAQ aus: "Das Minimum-Paket wird automatisch von unserem System am Ende der Abrechnungsperiode von 25 [?] Stunden gewählt."
In den Einstellungen kann der Benutzer sich über den Zustand von Traffic und Storage informieren und auch sehen, wann die nächste Abrechnung erfolgt und wie lange das Rapid-Guthaben für die einzelnen Pakete ausreichen würde.

Die Einführung von "Lizenzmanager" und "Lizenzmanager+" soll die Möglichkeit bieten, eigene Produkte wie Musik oder Programme via RapidShare zu verkaufen. Die Rapid-Währung könnte generell in Sachen eBusiness Potential haben. Ob Uploader nun deutlich schlechter gestellt sind, möchte ich hinsichtlich der Preise verneinen (das weggefallene RapidPoints-Programm außer Acht lassend); beim Downgrade muss man aber den genutzen Speicherplatz im Auge behalten, um Datenverlust zu vermeiden. Auch ohne Hosting-Paket lassen sich weiterhin Daten speichern, die nach 60 Tagen ohne Download gelöscht werden.

1.3. Fazit

Eine Menge Änderungen, die anscheinend einige Verärgerung im Internet ausgelöst hat (auf jeden Fall ist das Support-Team mit Anfragen überlastet). Sicher ist die Umstellung nicht gut gelöst worden, da vieles unklar oder gar nicht kommuniziert wurde (bspw. wohl AGB-Änderungen). Auch wurde das Preismodell von einer (unechten) Flatrate in einen etwas zu komplizierten Volumentarif verändert. Sollte das nachgebesserte automatische Up- und Downgrading jedoch fair und verlässlich funktionieren, könnte ich auch mit dem Fehlen des RapidFree-Pakets und der dezenten Preiserhöhung leben: Nach der automatischen Umstellung meines 90-Tage-Accounts würde mein Rapid-Guthaben im Medium-Paket 166 Tage, im Small-Paket, welches ich eh hauptsächlich nutzen würde, ganze 830 Tage reichen.

2. Das neue neue Modell

Mit der eingangs zitierten News-Meldung, die auch per Mail an die User ging, wird deutlich, dass bei RapidShare Panik um die Vormachtstellung im heiß umkämpften Filehoster-Markt ausgebrochen sein muss. Die Reaktion: Eine Mischung aus den bisherigen Systemen! An den Rapids und deren Kosten wird festgehalten, aber es gibt wieder nur noch ein Paket: "RapidPro".

Für den Preis von 99 Rapids (= 99 Ct. bzw. 3,3 Ct./Tag) erhält man für 30 Tage 10 GB Speicherplatz und 30 GB Downloadvolumen,was sich jederzeit erweitern lässt:
  • 1 GB mehr Storage = 2 Rapids/30 Tage (geschieht automatisch, s.u.)
  • 5 GB mehr Traffic = 14 Rapids (keine Nachlässe, wenn mehr als 5 GB erworben werden; momentan bis 100 GB in 5er-Schritten auf einmal möglich)
In den Einstellungen sind die neuen Optionen "Automatische RapidPro-Verlängerung" (für 30 Tage) sowie "Automatischer Traffic-Kauf" standardmäßig aktiviert; die Konditionen der letzteren Option sind noch nicht bekannt, wahrscheinlich in 5-GB-Schritten.
«Traffic kann unbegrenzt angesammelt werden und bleibt auch gültig, wenn es in dieser Rechnungsperiode von 30 Tagen nicht genutzt wird und RapidPro auch nicht erneuert wird. Der übrige Traffic kann dann wieder genutzt werden, wenn Sie RapidPro wieder aktivieren. Der übriggebliebene Traffic wird dann einfach Ihrem neuen Traffic hinzugefügt.»
Wollen Uploader gespeicherte Daten bei mehr als 10 GB Storage online erhalten, müssen sie die Option "Keep files forever" aktivieren, denn dann...
«[...] wird ihr Storage ganz automatisch an ihr Datenvolumen angepasst. Am ersten Tag einer neuen Abrechnungsperiode wird Ihr aktueller Storage gemessen und mit Rapids verrechnet.»
Prinzipiell entspricht RapidPro dem alten RapidSmall-Paket, außer dass es eben auf einen Schlag 30 GB gibt. Im Direktvergleich ist RapidPro 21 Cent je Monat billiger, worauf auch RapidShare hinweist. Um das klassische 90-Tage-Paket (s.o.) zu errreichen, müsste man pro Monat 40 GB Storage (= 80 Ct.) und 120 GB Traffic (= 3,36 €) hinzukaufen, was bei drei Monaten Gesamtkosten von 15,45 € oder etwas mehr als 17 Ct./Tag ergibt. Günstiger als die früheren 16,99 € bei zusätzlicher flexiblen Traffic-Nutzung! Die alten Langzeittarife mit 180 und 365 Tagen Laufzeit (s.o.) wären nun etwas teurer: Knapp 1 € mehr für 6 Monate, aber immerhin knapp 7 € für ein Jahr. Jedoch gab es im alten System bekanntlich die 25-GB-Obergrenze, wodurch sicher viel Traffic ungenutzt verfiel.

2.1. Fazit

Das neue System scheint für Downloader sehr attraktiv. Von einer Traffic-Maximalgrenze pro Tag ist noch nichts bekannt und gleichzeitig ist aus RapidShares Perspektive die neue Flexibilität gerade so "unübersichtlich" - obwohl jederzeit das Restvolumen eingesehen werden kann -, dass User vielleicht öfters (automatisch) Traffic hinzubuchen werden, ohne Geld für ungewollte Storage-Upgrades ausgeben zu müssen. 99 Ct./Monat für 30 GB sind auf jeden Fall ein Kampfpreis (ohne die Konkurrenzmodelle zu kennen :-).

Uploader bekommen von Haus aus zwar deutlich weniger Speicherplatz, dieser wird jedoch preiswert an die Erfordernisse angepasst (2 Ct. pro 1 GB/30 Tage). Wie übersichtlich dies jedoch angezeigt wird, weiß ich nicht. Im FileManager und Uploader taucht übrigens noch/wieder TrafficShare auf...

Wie die Funktionen der alten höherpreisigen Hosting-Pakete (Verifizierung, Lizenzmanager etc.) ins jetzige System eingebaut werden, soll "in Kürze verfügbar" sein. Nach der Aktualisierung des FAQ konnte ich dort auch keine fiesen Stolpersteine entdecken. Was für ein großes Hin und Her!

[Mittlerweile kann man Rapids auch an "Freunde" senden, sofern man dessen Public-ID kennt. Mal sehen, ob das noch weiter zu einem Bezahlmodell aufgebaut wird. Weiterhin kann man das Log der Rapid-Transaktionen einsehen.]

PS: Ich habe diesen abartig langen Text nun größtenteils umsonst geschrieben - danke, RS...

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