Fringe (5.07) [Update]

Peter beobachtet die Beobachter und dank seiner Implantatfähigkeiten kann er bereits ziemlich genau deren unmittelbare Handlungen vorhersagen. Eine gleichzeitige Wahrnehmung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist dies jedoch nicht, Peter berücksichtigt und berechnet Variablen, während er selbst noch eine unbekannte für die Observer ist. Im Verlauf der Episode verliert er sich zunehmend in emotionsloser Logik - neben Anfällen, Nasenbluten und Haarausfall -, während die misstrauisch-sorgenvolle Olivia ihm langsam auf die Schliche kommt. Als sie die Wahrheit erkennt, findet sie kaum Worte vor Fassungslosigkeit. Hat sie nun auch Peter verloren, an dessen bedingungslose Rache für Etta? Die verfolgt er die ganze Zeit und tötet schließlich ranghohe Beobachter:
«I used a toxin from Walter's cold storage, the flesh-eating toxin that killed everyone aboard flight 627. Our first Fringe experience was their last.»
Als nächstes Opfer hat sich Peter Chefobserver Windmark auserkoren, der jedoch wahrscheinlich Peters "Geheimnis" kennt...

Parallel dazu wird wieder ein Teil von Walters Plan gesucht und Cordial Deconstruction fragt sich, warum Walter alles so überkompliziert dokumentiert hat:
«Why use such an unreliable and volatile medium like analog encoded magnetic video tape? Why not use some medium with some type of redundancy or multiple copies in case of damage? Why record the plan in video at all rather than just write it out? Why not record the whole plan on one single tape? [...] If the plan is useless with any part missing, why scatter the components rather than just store everything in one secure place with the documentation?»
Ziel sind dieses Mal zwei der berühmten Oberver-Zylinder, die sich fortwährend durch die Erde bohren ("they are beacons that allow them to locate different points in spacetime"). Aufbewahrt werden sie in einem alten Labor von William Bell, das leider mittlerweile verschüttet ist. Dies nimmt das Fringe-Team zum Anlass, quasi erstmals über die Geschehnisse zu sprechen, die damals kurz vorm Einschluss der Gruppe in Amber passierte - war z.B. Bell ein Kollaborateur?

Offenbar fällt Walter nichts ein, womit man das unzugängliche Labor betreten kann und findet auch nichts in seinem privaten Fringe-Archiv. Also wendet sich die Gruppe hilfesuchend an Nina Sharp, die als hohe Mitarbeiterin im Wissenschaftsministerium sofort die passende Technologie aus dem Ärmel schüttelt. Allzu emotional verlaufen die Treffen mit ihr jedoch nicht, da sie wie zuletzt Broyles zu zweckhaft in die Serie geschoben wird. Jedoch öffnet sich Walter ihr mit seinen Ängsten, dass er wieder zu einem rücksichtslosen Menschen wird. Nina offenbart ihm, dass Peters Liebe daran leider nichts ändern werde, denn schon ihre Liebe zu William Bell half am Ende nichts. Walter kanzelt sie damit ab, dass Bell sie ja nie geliebt habe. Doch findet er in einem Tresor Bells später ein Foto von Nina - wird die Liebe von Vater und Sohn also tatsächlich nicht helfen...?

Das Bergen der Zylinder geht übrigens wie so oft reibungslos über die Bühne. Ninas Maschine verdampft das im Wege liegende Gestein (und Cordial Deconstrucion runzelt darüber die Stirn), aber die Beobachter sollen laut Nina angeblich kleinste Veränderungen in der Atmosphäre entdecken, weswegen Schnelligkeit geboten ist. Nun können wir uns also endlich denken, warum die Überwachung der Glatzköpfe so lächerlich ist - alle Ressourcen gehen ins Monitoring der Luft. Cordial Deconstruction :
«At this point, I believe Walter, Peter, and Olivia's faces should be on wanted posters all over the place. I don't think the writers have really thought out the world very well for this season. They're not used to the Fringe team being on the wrong side of the law.»
Und weil dann noch Peters Bombenanschlag passiert, hat das Fringe-Team alle Zeit der Welt. Eine Menge Bauteile sind nun schon geborgen worden und doch ist der Plan weiterhin undurchsichtig. Gleichzeitig droht das Fringe-Team den Zusammenhalt zu verlieren, weil der Kampf gegen die Beobachter große persönliche bzw. persönlichkeitsverändernde Opfer von Walter und Peter erfordert. Übrigens hatte Astrid gefühlt mehr Auftritte, aber das ändert nichts an dieser ziemlich zerfahrenen Folge.

PS: Polite Dissent hat noch nichts zur Episode geschrieben, der A.V. Club vergibt mit B- die bisher niedrigste Wertung dieser Staffel. Das nachgereichte Review von Bernd Michael Krannich (?) für Serienjunkies zieht als Fazit (4/5 Punkte):
«Die Episode "Five-Twenty-Ten" beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Voranschreiten der Entwicklung der Figuren auf ihrem zuvor eingeschlagenem Pfad. Dabei fällt vor allem das Fehlen von William Bell in der Episode unangenehm auf. [...] Der kleine Einblick in die Lebenswelt der Observer [...] macht durchaus Appetit auf eine Episode, bei der die Handlung durch die Augen eines Observers erzählt wird [...]. Aber das ist vermutlich etwas, was in der kurzen Finalstaffel von "Fringe" dann einfach keinen Raum hat.«
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