Fringe (5.08) [Update]

Peter berechnet in Ettas Wohnung mit seinen Observer-Fähigkeiten weiterhin die Zukunft des Oberbeobachters Windmark, als dieser sich herbeiteleportiert. Doch Peter ist längst fort und hinterlässt gar einen Hinweis, dass er genau wusste, dass Windmark auftauchen würde. Warum er diesen Wissensvorsprung nicht nutzte, um den Glatzkopf in die Luft zu sprengen? Vielleicht weil er ihn lieber eigenhändig umbringen möchte, wie Peter später anschaulich erzählt. Zuvor überrascht Windmark aber ihn und es entsteht ein stiller Wettstreit, wer die Zukunft des Anderen besser vorhersagen und beeinflussen kann.

Olivia teilt derweil Walter und Astrid mit, dass sich Peter die fremde Technologie (bloß "Tech" genannt wird) eingepflanzt hat. Die beiden Wissenschaftler führen daraufhin Experimente mit einem zweiten Exemplar durch und erkennen - wenig überraschend -, dass das Gehirn dadurch auf Logik getrimmt und das Emotionsempfinden ausgemerzt werden wird. Und bald ist der Vorgang nicht mehr umkehrbar.

Um sich abzulenken, zieht Olivia los, um einen weiteren Bestandteil für Walters Anti-Beobachter-Plan zu besorgen: Einen Elektromagneten von einem abgelegenen Schrottplatz. Dort warten die Anwesenden scheinbar seit Jahren auf sie und eine Frau faselt erfreut von ihrer hellseherischen Gabe und was sie alles in Olivia erkennen würde. Diese erwidert schroff, dass Glaube nichts bedeutet in dieser Welt und die Beobachter schlicht besser rechnen könnten. Außerdem streift sie wieder vergangene Geschehnisse und erinnert so den Zuschauer, was Fringe mittlerweile alles weggeschoben hat:
«I have moved things with my mind. I've lit things on fire. I've caught bullets midair. I've seen things that people only dream about. I've seen the seams between universes ripped apart, things that humans shouldn't see.»
Dann braust Olivia davon über einsame Landstraßen mit dem Magneten und einem Lastwagen, den es glücklicherweise dazu gab. Jedoch gerät sie dabei in einen aufwändig vorbereiteten Hinterhalt zweier Wegelagerer. Einer scannt ihr Gesicht - sie wird als gesuchte Verbrecherin identifiziert ("You don't need money. You are money"). Im Unterschlupf hat er aber plötzlich Gewissensbisse, sie auszuliefern. Olivia mutiert derweil plötzlich zum weiblichen MacGyver und bastelt aus Schrott eine Behelfspistole - seit wann kann sie denn so etwas?! Sie killt ziemlich rücksichtslos die Schufte und vermag sich noch rechtzeitig mit Peter treffen. Woher Walter oder Astrid wussten, wo der sich genau aufhält, bleibt zwar diffus, aber im Appell an seine Gefühle und die Erinnung Ettas bringt Olivia ihn dazu, sich schnell nebenbei die Beobachtertech aus dem Nacken zu schneiden.

So endet Peters kurzer Aufenthalt in der Gedankenwelt der Observer, scheinbar folgenlos für ihn. Gebracht hat es eher wenig außer ein paar tote Beobachter und dem Wissen über Windmarks Tagesablauf in naher Zukunft. Der Rest der Episode ist irritierend überflüssig: Die Frau vom Schrottplatz erfüllt keine Funktion, außer das serientypisch am Ende eine umgekehrte Erkenntis erfolgt: Olivia appelliert an Peters Gefühle, statt an Logik. Nur hat sie eigentlich nie etwas anderes getan! Die kurze Gefangennahme war dann pure Zeitschinderei. Dass endlich auf breiter Front das Fringe-Team als Flüchtlinge bekannt ist, sah man zuvor auf einer riesigen Videowand (außerdem wurden erstmals die "Resist"-Plakate mit Etta von Arbeitern entfernt, wie Cordial Deconstruction belustigt bemerkt).

PS: Polite Dissent wird wohl keine Texte mehr schreiben, Vladislav Tinchev hängt auch noch hinterher. Der A.V. Club vergibt wieder einmal eine Bestnote (A-). Das nachgereichte Review von "sw2012" für Serienjunkies zieht als Fazit (4/5 Punkte):
«[...] In den wenigen verbliebenen Folgen ist noch viel zu tun. Wir können davon ausgehen, dass das letzte größte Beziehungsproblem innerhalb der Gruppe sein wird, Walter nicht auf die Dunkle Seite abgleiten zu lassen. Damit können wir uns auf den äußeren Feind konzentrieren. Vielleicht haben wir sogar endlich genug Teile, um mit dem Bau der Maschine zu beginnen.

Am Ende sind die Action-Szenen in „The Human Kind“ gut gemacht. Aber sie ist eine der Folgen, deren gesamte Tiefe sich eigentlich nur dem Zuschauer erschließt, der über Jahre hinweg die Figuren begleitet hat. Was als ein vorhersehbarer Abschluss für den Superpeter-Handlungsstrang beginnt, bekommt durch einige wenige Sätze von Olivia eine sehr viel tiefere Bedeutung. [...] Jetzt muss die Serie nur noch ähnlich stark zu Ende gebracht werden.»
<< 5.07

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