Fringe (5.09)

Nachts beginnt plötzlich der Radioempfänger, der im Dimensionsversteck des verschwundenen Observer-Kindes gefunden wurde, verschlüsselte Signale auszustoßen. Eine Decodierung ist jedoch noch nicht möglich, da Walter gerade Acid eingeworfen hat: Mit allen Mitteln versucht er verweifelt sich an seinen Plan zu erinnern, bevor sein ursprüngliches und rücksichtloses Ich die Oberhand gewinnt. Sein Drogentrip führt zu zahlreichen Halluzinationen wie fliegende Feen, seine tote Laborassistentin Carla Warren, Farbspielereien und - als kleiner Insiderwitz - eine Art Minas Tirith (John Noble spielte den dort ansässigen Truchsess Denethor in Der Herr der Ringe).

Olivia, Peter und Astrid verfolgen währenddessen mit dem umnachteten Walter im Schlepptau das Funksignal zu dessen Ursprung zurück und finden mitten im Wald die sterblichen Überreste von Olivias früherem Bekannten/Lehrmeister Sam Weiss (Cordial Deconstruction: "a very disappointing way to write out a very interesting character"). Und danach ein älteres Ehepaar, welches seit mehr als 20 Jahren auf den Beobachterjungen aufpasst, der ihnen einst von dem immer noch mysteriösen Donald übergeben worden war. Nur bei Nennung eines Kennwortes will der Ehegatte das Kind namens Michael ziehen lassen und in einer großartigen letzten Wahnvorstellung - eine surreale, Monty Python'eske Animationssequenz (ohne die erste LSD-Episode sicher mit stärkerer Wirkung) -, erinnert sich Walter daran.

Am Ende ist das Fringe-Team also wieder einen Schritt weiter, den diffusen Plan zur Bekämpfung der Beobachter zu rekonstruieren. Doch Walter, der die ganze Zeit halluzinierend mit und gegen sich kämpfte, erkennt nach einer schön als Filmprojektion inszenierten Rückblende, dass er seinem alten Ich nicht entkommen wird. "You've been him longer than you've been you", wie seine eingebildete Forschungsgehilfin ihn mehrmals erinnert...

Die insgesamt sehr ruhige, dafür visuell reizvolle Episode bringt die Handlung nur etwas voran, dürfte aber einen großen Konflikt des Serienendes vorgezeichnet haben: Walter gegen Walter, quasi eine Neuauflage der beiden Bishops in den früheren Paralleluniversen. Überhaupt: Deutlich wie nie zuvor in dieser Staffel wird auf vergangene Ereignisse und Zeitlinien eingegangen, beinahe eine Fringe-Zusammenfassung im Schnelldurchlauf. Da schmerzt es um so mehr, dass vom anderen Universum heutzutage weiterhin nichts bekannt ist. Bis auf ein Pflaster im Nacken und Schlafprobleme kommt Peters kurzzeitiges Observer-Dasein übrigens auch nicht zur Sprache; ich hoffe, das ist jetzt nicht bereits folgenlos abgehakt.

PS: "Christian77" für Serienjunkies widmet sich vor allem Walters innerem Widerstreit und gibt 4/5 Punkte, während der A.V. Club gewohnt eine A- zückt. Polite Dissent wird wohl keine Texte mehr schreiben, Vladislav Tinchev schweigt auch zu Fringe.

<< 5.08

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