Dienstag, 11. Juni 2013

E3 2013

"The Moment Sony Won E3 2013":



"Official PlayStation Used Game Instructional Video":



GameSpot E3 Conference Mash-Ups: Microsoft, Electronic Arts, Ubisoft, Sony, Nintendo

Samstag, 8. Juni 2013

Waking Mars



Leben auf dem Mars! Zum Ende des 21. Jahrhunderts werden in einem Höhlensystem auf dem vierten Planeten unseres Sonnensystems Anzeichen von Leben gefunden. Ein Forschungsroboter wird in die unbekannten Tiefen geschickt, doch der Kontakt bricht schnell ab. Daraufhin soll eine bemannte Expedition nach dem Rechten sehen: Der Spieler in Person von Liang begibt sich hinab in die Höhlen, während seine Kollegin Amani im Basislager verbleibt.

Schnell folgen die ersten Entdeckungen: In den weitläufigen Grotten existieren Lebensformen irgendwo zwischen Pflanze und Tier. Die künstliche Intelligenz von Liangs Taschencomputer, ART, nennt das neue Leben Zoa. Die verschiedenen Arten bilden in den einzelnen Kavernen abgeschlossene Ökosysteme und nur deren Verständnis birgt den Weg zurück zur Basis nach einem verheerenden Einsturz.

Waking Mars lässt sich dem "Metroidvania"-Subgenre zuordnen, verzichtet jedoch auf Waffen und Feinde. Vielmehr muss der Spieler einen grünen Daumen auf dem Roten Planeten beweisen, denn der Weg durch die Felsenräume - verschlossen durch besondere Zoas - öffnet sich nur, wenn genug Leben vorhanden ist. Dies wird erreicht, indem Samen der Zoas auf die begrenzt vorhandenen fruchtbaren Böden treffen, woraufhin sofort entsprechende Pflanzen heranwachsen. Diese geben wiederum Samen ab und reagieren zudem unterschiedlich mit anderen Zoa-Arten.

Das persönliche Logbuch hält alle entdeckten biologischen Wechselwirkungen fest und so erschließt sich nach und nach ein komplexes System außerirdischen Lebens. Bestimmte Zoas wachsen nur auf bestimmen Böden, einige sind nicht ungefährlich, andere sehr nützlich. Mit dem wasserhaltigen Samen einer bestimmten Art blühen beispielsweise viele andere Zoas auf, erzeugen mehr Biomasse und geben zusätzliche Samen ab. Dies kann in größeren Höhlen mit vielen fruchtbaren Plätzen dazu führen, dass sich die Zoas nach ersten Anpflanzungen durch Liang bald selbstständig ausbreiten, was spannend zu beobachten ist.

Das weitestgehend gewaltfreie Vordringen hinab in den Mars wird zu einem entspannenden Erlebnis, unterstützt von meist ruhigen und perfekt passenden elektronischen Ambientklängen sowie einer atmosphärischen 2D-Grafik mit schöner Tiefenwirkung der an Aquarelle erinnernden Umgebungsgrafik. Die Zoas sind zwar nur spärlichst animiert, aber dafür kann auch eine Menge Leben herumwuseln. Immer wieder gibt es gut vertonte Dialoge mit Amani oder auch ART, letzterer amüsiert mit seiner unnatürlichen Ausdrucksweise, benennt die Entdeckungen leider auch mit sperrigen und damit verwirrenden Namen. Der Asiate Liang spricht stets distanziert und gefasst, was zwar klischeehaft wirkt, aber nie stört.

Ursprünglich erschien Waking Mars für mobile Geräte, die PC-Umsetzung lässt sich bequem per Gamepad steuern (wenn dies vor dem Start des Spiels eingeschaltet ist). Nur die Bedienung in den Menüs, also vor allem Höhlenkarte und Logbuch, wurde leider unzureichend angepasst: Die virtuelle Maus ist eine Qual und man sollte dort zur echten Maus greifen. Ansonsten legt das Spiel einem keine Steine in den Weg: Das Jetpack von Liang funktioniert stets und direkt, das Werfen der Samen ebenso und über die Karte kann man jederzeit und unmittelbar in bereits entdeckte Grotten zurückreisen. Letzteres ist jedoch kaum nötig: Das für Metroidvania-Spiele charakteristische Überwinden vormaliger Sackgassen mit andernorts gefundener Ausrüstung findet in Waking Mars kaum statt.

Obwohl man meist zwischen mehreren Wegen entscheiden kann, verläuft das Spiel eher linear. Besonders hin zum Schluss des Spiels gibt es aber einige Wahlmöglichkeiten, welche dann auch den Ausgang der Mission mit mehreren Enden beeinflussen. Verbauen kann man sich dabei nichts und überhaupt passt der normale Schwierigkeitsgrad zum relaxten Spielgefühl: Die einzelnen Höhlen sind eben keine komplexen Rätsel, die sich nur durch eine bestimmte Bepflanzung lösen lassen. Man könnte deshalb kritisieren, dass das volle Potential angesichts der verschiedenen Samen und Zoas nicht ausgenutzt wird.

Doch das stört nicht, denn Waking Mars entwickelt sich zu einem meditativ-explorativen Trip, dahinfließend, friedfertig, stressfrei. Ein Core-Game mit Casual-Feeling? Nach ungefähr sieben Stunden hatte ich das Spiel beendet und einen Großteil gesehen, nach weiteren zwei Stunden das letzte Ende gesehen (und 100% auf Steam). Eine der schönsten Reisen auf einen anderen Planeten!

Waking Mars (PC)
Tiger Style 2012 | MobyGames | OFDb
Design & Direction: Randy Smith
Engineering & Gameplay: David Kalina

Samstag, 1. Juni 2013

Movie Month 5/2013

Von mir drüben bei den Zelluloidfreaks (Dürrephase again, sorry):

Sonntag, 26. Mai 2013

A New Beginning (und andere Adventures)



Daedalic Entertainment hat es in den letzten Jahren schnell zum deutschen Vorzeigeentwickler für Adventures gebracht, doch gespielt habe ich als Genrefan bisher keines ihrer Spiele. Dabei muss ich anmerken: Ich spiele Adventures vor allem wegen der Geschichten und Charaktere, bei den obligatorischen Rätseln bin ich recht ungeduldig und greife schnell zu einer Lösung. Da passt es gut, dass A New Beginning dahingehend ein eher einfaches Spiel ist und die Rätsel kaum der Handlung im Wege stehen. Ausgenommen sind hiervon die Minispiele mit oft undurchsichtigen Regeln, die man zum Glück nach einigen Sekunden ohne Nachteile überspringen kann.

Die Geschichte handelt vom Kollaps der Erde in der fernen Zukunft, weswegen ein Team durch die Zeit zurückgeschickt wird, um die Weichen für das Überleben der Menschheit zu stellen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist dabei das Motto, weswegen die Zeitreisende Fay den desillusionierten Wissenschaftler Bent aufsucht, der an Algen als Energiequelle forscht. Diese beiden Figuren spielt man abwechselnd und ihre unterschiedlichen Ansichten und Kenntnisse führen zu manch humorigem Dialog. Eingangs muss nämlich Bent noch von seiner eigenen Wichtigkeit überzeugt werden und man spielt Fays Erzählung bisheriger Ereignisse (ihre Gegenwart ist leider nicht Teil der Handlung).

A New Beginning schafft recht gelungen die Gratwanderung aus Dialogwitz und ernstem Hintergrund, die ökologische Botschaft ist dabei jedoch alles andere als subtil - etwas, was die insgesamt gelungene Handlung im späteren Verlauf gekonnt thematisiert. Ein wenig störrisch ist die Steuerung, da man für ein kontextbezogenes Aktionsmenü die linke Maustaste gedrückt halten muss, während die rechte bloß das Inventar einblendet (zum Glück werden Gegenstände nicht erst auffindbar, wenn ein entsprechendes Rätsel ansteht). Auch ist das Spiel nicht fehlerfrei: Einmal bewegte sich die Figur nicht mehr und ich musste einen älteren Spielstand laden (!), hin und wieder verschwand das Inventar und in der GOG.com-Version lässt sich gegen Ende das Spiel nicht mehr manuell speichern (Auto- und Schnellspeichern klappen noch; ein Patch wurde zwar in Aussicht gestellt, scheint aber nicht mehr zu kommen). Etwas ernüchternd daran ist, dass diese Version als fehlerbereinigter "Final Cut" angepriesen wird

Adventures aus Deutschland bieten oft eine hochklassige Vertonung und A New Beginning ist keine Ausnahme: Die Hauptfiguren haben tolle Sprecher, nur einige wortkarge Nebencharaktere fallen stark ab. Grafisch sind Abstriche hinzunehmen: Eine recht niedrige Auflösung ohne Breitbildunterstützung und vor allem spärliche Animationen. Ich hatte irgendwie die Erwartung, dass Daedalic-Spiele interaktive 2D-Zeichentrickfilme sind, aber das mehr als eine Dekade ältere The Curse of Monkey Island hat deutlich flüssigere Bewegungen (aber sicher auch ein größeres Budget). Öfters sehen die Bewegungen nach sehr grobem und langsamem Daumenkino aus, in den Zwischensequenzen wird als Stilmittel gleich ganz darauf verzichtet und auch die schön gemalten Hintergründe sind meist unbewegt. Schade!

Trotzdem konnte mich das Spiel wegen seiner leichtfüßigen Rätsel und der netten Geschichten aus Ernst und Unterhaltung bis zu Ende an der Maus halten. Das ältere The Whispered World (Fantasy) und das neuere Deponia (SF) liegen schon bereit.

Andere Adventures

Zwei ältere Adventures spielte ich für einige Stunden, verlor dann aber das Interesse. Zum einen Ceville (Realmforge 2009), in dem man in einem Fantasy-Königreich drei gegensätzliche Figuren steuert und auch zwischen ihnen hin- und herschalten muss. Der titelgebende Ceville ist dabei ein herrlich biestiger Despot, der jüngst von einem noch verschlageneren Schurken entmachtet wurde. Gerade Cevilles hervorragend vertonte Kommentare machen den Reiz des Spiels aus, die sonstigen Parodien auf Märchen- und Fantasy-Themen sind nicht immer kreativ (und die beiden anderen Figuren, ein Mädchen und ein Ritter, deutlich uninteressanter). Die Rätsel sind komplexer und vielschichtiger als bei A New Beginning, vielleicht habe ich auch deswegen früh pausiert und nie weitergespielt. Die 3D-Grafik ist eher detailarm, kaschiert dies aber durch einen Comic-Look.

In Dracula: Origin (Frogwares 2008) kontrolliert der Spieler den berühmten Vampirjäger Van Helsing auf seiner Jagd nach Blutsaugern, wobei er die "Lebensgeschichte" von Dracula enthüllt. So weit kam ich aber gar nicht, denn das Spieltempo ist sehr träge, vor allem wegen der sperrigen Rätsel. Anfangs gab es noch eine interessante Kombinationsaufgabe, bei der man einen Vampirunterschlupf im London des ausklingenden 19. Jahrhunderts - dargestellt durch atmosphärische Renderhintergründe - über Zeitungsberichte herausfinden muss. Danach gleitet das Spiel leider in Arbeit ab mit umständlichen und nicht einfachen Rätseln, die selbstweckhaft der Geschichte im Weg stehen.

A New Beginning - Final Cut (PC)
Daedalic 2010/2012 | MobyGames | OGDb
Concept: Jan Müller-Michaelis & Carsten Fichtelmann
Creative Lead: Kevin Mentz

Mittwoch, 22. Mai 2013

Xbox One

«Erlebe ein neues Spiele- und Entertainment-Zeitalter. Lass die Grenzen zur Realität verschmelzen, mit Blockbuster-Spielen einer neuen Generation. Erlebe die Freiheit mehrere Anwendung gleichzeitig nutzen zu können: Egal ob Spiele, Filme oder Musik. Ein personalisiertes, grenzenloses Angebot - vereint auf einem System. Xbox One, das All-In-One Entertainment System.» (Xbox.com)

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