Freitag, 31. August 2012

Movie Month 8/2012 & Movie Tweets VI

Von mir drüben bei den Zelluloidfreaks: Vom Kollegen Tobberich: Prometheus, The Amazing Spider-Man

Und hier noch einige alte Movie Tweets:

Eastern Promises: Russenmafiafilm mit Klischees, aber guter Cast, seltsam slow-paced/reduziert, denkwürdige Saunaszene.

OMG ist Ghost Rider pseudo-cool, holprig inszeniert und unfreiwillig komisch! PS: Brennende Schädel sind natürlich cool.

Moon (GB 2009) ist faszinierend-unaufgeregte Science Fiction ohne Holzhammer und mit zeitlosem Look (Mondlandungsfernsehbilder? + 2001).

Narnia: Infantiler + holpriger Märchenmix, SFX zw. Uncanny Valley + Bluescreen-Blamagen, aber böse Tilda Swinton dreht schön am Rad.

Outlander (USA 2008) = Der 13. Krieger + Das Relikt, irgendwie. Gute FX, aber sonst mäßig spannend.

Police Story: Furioser Actionstart, dann leider viel Leerlauf (Blödelsynchro) bis zum ordentlichen Finale, danach sofort Schluss!

Police Story 2: Mehr + regelmäßigere Kampfszenen, Explosionen, wirre Handlung, Blödelsynchro, ordentliches Finale.

Return of the Living Dead (1985): Totales Overacting, überraschend wenig Splatter/Blut, teils holprige Dramaturgie, lustig-unpassende Musik.

Star Trek (2009): Konstruiert-gehetzte Story (Zeitreisen...), komisches Monster, Scotty zu albern, Kirk farblos, Spock brilliant, Redshirt.

Samstag, 25. August 2012

DayZ Massacres: Bonnie, Clyde & Stary Sobor

Diese DayZ-Erlebnisse nach ihrer Forenpremiere hier zur Archivierung.

Vor einem Monat

Ich warte immer noch auf die psychologisch-sozialen Begegnungen, die man in den vielen YouTube-Videos sieht oder von denen man liest - wir treffen halt so gut wie nie jemanden an und wenn doch, sind sie weit weg. Zuletzt waren mein Kumpel und ich ganz im Norden auf der Suche nach Banditenlagern.

Von Osten latschten wir Kilometer um Kilometer am Rande und auch jenseits der Karte (die Ingame-Map geht ja noch etwas weiter als die Internet-Karten), bis wir irgendwann ungefähr (weit) über dem berühmt-berüchtigten Airfield waren. Plötzlich fanden wir in einer Senke eine gigantische Zeltstadt, befestigt mit Stacheldraht und Panzersperren! Viele Zelte waren leer, aber einige nette Ausrüstungsgegenstände liehen wir uns dort aus.

Dann ging's weiter nach Süden und plötzlich sahen wir einen nachlässig am Waldrand geparkten Jeep! Endlich, "unser" erstes "richtiges" Auto, der Kofferraum gut gefüllt. Abseits der Zivilisation nützt das doch niemandem, also nahmen wir es mit und fuhren ab da im tiefen Westen von Tankstelle zu Tankstelle (wenn man mit einem Auto in eine Siedlung etc. rast, kackt die Zombie- und Loot-Spawn-Mechanik leider ziemlich ab). Auf dem Green Mountain musste ich mein AKM gegen Zombiehorden einsetzen, das war schon extrem anspannend!

Dann cruisten wir weiter nach Osten - der Jeep ist im Gelände sooo lahm -, um oberhalb von Cherno über Landstraßen nach Norden zu fahren. An der Kreuzung bei Guglovo knallten plötzlich Schüsse! Nicht einzelne, sondern Dauerfeuer! Mein Kumpel am Steuer trat das Gaspedal durch, aber auf einer Wiese links von uns waren zwei, drei oder mehr Leute! Die ersten ließen wir hinter uns - ich sah nur einen, dann trafen mich (un)glückliche Schüsse und ich war tot. Mein Kumpel konnte sich mit gebrochenen Beinen aus dem zerschossenen und noch rollenden Wagen werfen und ins Unterholz retten. Selten war ein folgenreicher Tod (ich hatte gute Ausrüstung) in einem Spiel befriedigender!

Vorgestern

Fast einen Monat nach meinem spektakulären Tod in einem von überfallartigem Dauerfeuer zerfetzten Jeep spielten mein Kumpel und ich erstmals wieder zusammen. Er für DayZ-Maßstäbe seit Äonen am Leben (45 Tage, glaub ich) und mittlerweile maximal ausgerüstet, ich seitdem nur noch einmal gespielt und gleich erschossen worden und jetzt frisch gespawnt. Den ersten Server in meiner Filterliste des DayZ Commanders gewählt und ich erwachte beim Balota-Airstrip; nach etwas Rennen durch den Wald trafen wir uns auf dem Sniper-freundlichen Berg Pik Kozlova. Da standen sogar zwei ATVs rum, leider nicht fahrtüchtig. Zwischendurch tauchte immer wieder ein Heli in der Luft auf (hatte bisher nie einen fliegend gesehen), der anscheinend zwischen Cherno und Elektro herumflog. Mein Buddy hatte ein Sturmgewehr mit übermächtigem Infrarotvisier für mich und nicht so recht wissend, was wir eigentlich machen wollen, gingen wir nach Norden mit Fernziel Airfield.

Den inländischen Hotspot Stary Sobor umrundeten wir erst und näherten uns dann von Norden dem dortigen Scharfschützen-Hügelrücken mit zwei Waldflächen. Wir sahen ein Fahrrad, liefen aber erst einmal zur westlichen Baumgruppe. Die Stadt war weitgehend verlassen, aber mein Kumpel entdeckte Spielerleichen mit seinem militärischen Präzisionsgewehr. Für mich schlug da jedoch ein frischer Bug zu: Ich konnte in die entsprechende Richtung nicht schauen ohne totale Bildfehler.

Mein Kumpel lief dann zum östlichen Waldflecken, ich hinterher, indem ich die ganze Zeit in eine andere Richtung schaute, um die Grafikfehler zu vermeiden. Zwei Spielerleichen sollten dort liegen und gerade als ich die Bäume erreichte, bewegten sich die "Leichen"! Mein Kumpel schoss los, ging nach seinem tödlichen Schuss hinter einem Baum in Deckung, wurde aber dann von irgendwo getroffen - "ich bin tot!" Ich hatte bis dahin nur einen einzelnen Schuss gehört, dann plötzlich eine kurze Salve. Rechts von mir schien jemand im Tarnanzug getroffen zu Boden zu gehen. Dann eilte einer in gleicher Richtung durch die Bäume von mir fort, während eine weitere getarnte Person durch mein Sichtfeld huschte! Wir sahen uns und ballerten sofort los (Glück für mich, dass der Server Crosshairs anzeigte). Viel zu viele Schüsse jagten wir in uns rein, aber im Gegensatz zu meinem Gegner überlebte ich nach schnellem Verbinden knapp mit 500 von ursprünglich 12.000 Bluteinheiten und gebrochenen Beinen. Und mein "Humanity"-Wert war wegen des Kills von 2.500 auf ca. -50 gefallen. Ich robbte zu seiner Leiche und fand eine Menge Ausrüstung, inklusive Morphium gegen die Knochenbrüche (eine Ampulle verschwendete ich, weil ich während des Verabreichens kurz ohnmächtig wurde).

Ich war jetzt dank der Leiche fast komplett ausgerüstet und wegen Fleisch auch wieder auf einem halbwegs akzeptablen Blutwert! Rückwärts robbte ich in den Wald, um die anderen Leichen und die meines Freundes zu finden, sah aber am anderen Waldrand nur zwei Zombies eine Leiche fressen. Wegen der Grafikfehler war mir das zu dumm, ich robbte zur von mir geplünderten Leiche zurück, um den Rest der Sachen einzusacken. Mein Kumpel war derweil wieder gespawnt und lief durch die Wallachei zum Ort des Geschehens. Ich drehte mich dann mal um und checkte die Lage nach anderen Überlebenden...

... Genau einen Meter hinter mir kniete eine neue Person - ohne Tarnung - und zielte auf mich (oder wühlte gerade in meinem Rucksack? Oder hielt mich auch für tot?)! Sofort schoss ich los - k.A., ob er vielleicht via Textchat etwas gesagt hatte -, musste wieder viel zu viele Schüsse in ihn reinjagen. Wieder brachen meine Beine, ich wurde vom Blutverlust ohnmächtig. In dem Moment rannten die beiden Zombies von den Schüssen angelockt heran - und griffen den anderen Spieler an, weil ich ja bewusstlos war. Seine Beine waren offenbar auch gebrochen, er wechselte noch auf seine Pistole, während die Untoten ihre Finger in ihn schlugen. Da loggte er sicher kurz vor dem Tod aus, wodurch auch die Zombies immer verschwinden. Zum Glück! Ich hatte immer noch Morphium, verabreichte es mir und beendete das Spiel.

Weil aber mein Buddy tatsächlich den Ort im Rekordtempo erreichte und seine noch völlig unangetastete Leiche fand, ging ich wieder kurz ingame. Wegen meines wieder geringen Blutwerts war ich beim Aufwachen K.O., mein Kumpel fand mich aber und zog meinen Körper in ein Gebüsch. Ich bekam eine Bluttransfusion und Epinephrin gegen die Besinnungslosigkeit. Dann hauten wir schnell ab, fanden noch ein recht nett gefülltes Zelt in der Nähe. Das Fahrrad war weg, einer der Überlebenden muss damit abgehauen sein.

Was genau im kleinen Waldstück passiert ist, konnten wir nicht aufschlüsseln. Vielleicht beschossen sich die dort liegenden Sniper (mindestens zwei) gegenseitig, weil sie nach dem Auftauchen meines Kumpels verwirrt waren? Oder eventuell waren im selben Augenblick andere Spieler dort angekommen, um die Scharfschützen zu überfallen? Ohne die Leiche meines Kumpels fanden wir zwei Tote, glaube ich.

Eine fantastische DayZ-Rückkehr für mich, auch wenn die Mod mittlerweile schwere Probleme hat: Kein Endgame-Content bzw. für die meisten Spieler anscheinend "in Riesengruppen alles looten", sehr viel Player-Killing (deswegen sind die Banditenoutfits zurück, laut meinem Kumpel im Talibanlook...), jeder kann das Game mit eigenen Scripts hacken (!) oder Gegenstände duplizieren (!) und viele Probleme können bzw. werden erst in der kommenden kommerziellen Stand-alone-Version beseitigt werden.

Gestern

Mein Kumpel und ich gehen nach den Ereignissen des Vortags gut gelaunt ins Spiel und erwachen gemeinsam versteckt im Gebüsch. Wenige Sekunden später taucht mindestens ein weiterer Spieler aus dem Nichts bei uns auf, wir sind aber schon vorher tot. Haxx0rs [insert nerd rage pic here]!!!

Freitag, 24. August 2012

Die ersten Staffeln: Continuum & Longmire

Continuum

Im Jahre 2077 ist Kanada ein ziemlicher Überwachungsstaat unter der mehr oder weniger offenen Herrschaft großer Konzerne. Die Terrororganisation Liber8 kämpft mit Gewalt dagegen und als einige ihrer ranghohen Terroristen hingerichtet werden sollen, werden die stattdessen nach 2012 teleportiert - zusammen mit der Polizistin Kiera Cameron (Rachel Nichols). Sie mogelt sich unter die hiesige Polizei und macht Jagd auf die Flüchtlinge.

Time Travel ist an sich nicht so mein Ding, aber in dieser eher seichten 2012er SF-Polizeiserie von Simon Barry gibt's bis zum Ende von Staffel 1 zum Glück nur die anfängliche Zeitreise. Schon früh wird deutlich, dass dahinter mehr als nur ein Unfall steckt und recht geschickt baut Continuum Personen und Ereignisse ein, die für die Zukunft von zentraler Bedeutung sein werden (es gibt regelmäßig "Rück"-Blenden" aus der Zukunft, leider oft eher langweilig). Cameron läuft zu Beginn noch in einem arg körperbetonenden und unrealistisch mächtigen Kampfanzug herum, der wird aber dann wohl aus Budgetgründen für einige Folgen demoliert und sie kann sich nur noch auf ihre Cyberimplantate verlassen.

Der größte Brocken für den Zuschauer: Ihr Helfer ist ein Teenage-Hacker (Erik Knudsen, der Bengel und Ladenbesitzer aus Jericho), der aus seiner High-Tech-Scheune heraus ungefähr alles infiltrieren und erfahren kann und stets mit Cameron in Kontakt steht. Unter den Bösen finden sich manch bekannte Darsteller aus z.B. Andromeda, Stargate und Akte X; ob der Kampf der Terroristen nicht irgendwie gerechtfertigt ist, streift die Serie leider nur anfangs. Das könnte nach dem durchaus spektakulären Staffelfinale in Folge 10 in einer möglichen zweiten Season an Bedeutung gewinnen. Solide Genrekost.

Continuum | CDN 2012 | Created by Simon Barry | Darsteller: Rachel Nichols, Victor Webster, Erik Knudsen, Stephen Lobo, Roger Cross, Lexa Doig, Tony Amendola u.a.

Longmire

Diese 2012er US-Serie von John Coveny und Hunt Baldwin basiert auf Craig Johnsons Buchreihe um Walt Longmire, den alteingesessenen Sheriff von Absaroka County, Wyoming. Der wortkarge Mann im fortgeschritteneren Alter leidet seit einem Jahr unter dem Tod seiner Frau, was aber seine Ermittlungserfolge dank Erfahrung, Intuition und Beobachtungsgabe kaum schmälerte.

Strukturell ist Longmire eine klassische Copserie mit qualitativ wechselhaften Fällen der Woche, aber das weite Land samt Indianereservat sorgt für neuzeitliche Western-Atmosphäre und die Charaktere sind auch recht gelungen. Walt Longmire (Robert Taylor) ist jedoch etwas zu sehr der Mann der Tat, löst fast jedes Verbrechen im Alleingang, lässt dabei Kollegen und Zuschauer öfters im Dunkeln tappen und macht auch in Kämpfen gegen Jüngere eine (zu) gute Figur. Katie Sackhoff (Battlestar Galactica) als zugezogene Großstadtpolizistin Vic bekommt stellvertretend für den Zuschauer die Eigenheiten des Landlebens erklärt und versprüht ansonsten mit unfassbaren Gesichtsausdrücken viel Charme (und kann leider zu selten zupacken).

Schwerwiegende Konflikte gibt es in der Serie kaum, folgenübergreifend steht die bevorstehende Sheriffwahl im Raum, bei der neben Walt auch dessen anderer Deputy Branch (Bailey Chase) kandidiert. Die so vorhandenen Spannungen entladen sich erst im Staffelfinale von insgesamt zehn Episoden, gleichzeitig scheint Walt im Zusammenhang mit dem Tod seiner Frau eine nicht ganz saubere Vergangenheit zu haben. Diese Eskalationen entschädigen für eine bisher gemächliche Serie, die man bei Interesse am Setting als eher anspruchslose Unterhaltung ruhig anschauen kann. Eine zweite Staffel ist bestätigt.

Longmire | USA 2012+ | Created by John Coveny & Hunt Baldwin | Darsteller: Robert Taylor, Katee Sackhoff, Bailey Chase, Adam Bartley, Cassidy Freeman, Lou Diamond Phillips u.a.

Dienstag, 31. Juli 2012

Movie Month 7/2012

Von mir drüben bei den Zelluloidfreaks: Vom Kollegen Tobberich: John Carter, Kokowääh

Dienstag, 24. Juli 2012

Durchwachsen: Hit & Miss, Sinbad & The Newsroom

Hit & Miss

Eine Transsexuelle verdient als Auftragskillerin Geld, um sich vollständig zur Frau umoperieren zu lassen, als sie von ihrem kleinen Sohn erfährt, der nach dem Tod der Mutter mit drei Geschwistern auf einer der Zivilisation entrückten Bauernhofruine lebt. Sie will nun die Vater-/Mutterrolle übernehmen, aber ihre kriminellen Verpflichtungen lassen sie nicht los... Recht harter Tobak, vollgepackt mit ungewöhnlichen Themen, die stellenweise unangenehm, aber kaum sensationshaschend umgesetzt werden. Trotzdem arg irritierend, wenn Darstellerin Chloë Sevigny mit merkwürdiger Maske nackt vor dem Spiegel steht, ihren (Fake-)Penis schlägt und schluchzend "I'm a real boy" ruft - nur um bald darauf dem Dorfschönling einen zu blasen. Im eskalierenden Verlauf der sechs Episoden mit Cliffhanger am Ende wurde mir die Serie aber schlicht zu überladen.

Hit & Miss | UK 2012 | Created by Paul Abbott | Darsteller: Chloë Sevigny, Peter Wight, Jorden Bennie, Jonas Armstrong, Vincent Regan, Ben Crompton, Karla Crome, Reece Noi u.a.

Sinbad

Sindbad, das bedeutet geheimnisvolle Abenteuer, exotische Frauen und dunkle Magie. Viele Fantasy-Filme, u.a. vom Stop-Motion-Meister Ray Harryhausen, haben die Märchengestalt aus 1001 Nacht verwurstet, es gab die recht kuriose Animeserie aus den 70ern und Sindbads Abenteuer aus Kanada (1996-1998) im Fahrwasser von Hercules und Xena. Aus England kommt nun eine Neuauflage, die eingangs düsterer als die 90er Serie ausfällt: Tagedieb und Glücksritter Sindbad tötet aus Versehen den Sohn eines mächtigen Mannes, woraufhin sein Bruder umgebracht und er anschließend von seiner Oma verflucht wird - Sindbad kann nur noch 24 Stunden am Stück an Land verbringen. Bald hat er durch Zufall eine Zweckgemeinschaft zusammen und die Flucht wird zur Abenteuerreise.

In der alten und unernsten Serie war Sindbads bärenstarker Bruder noch quicklebendig in der schnell verschworenen Mannschaft. Hier hingegen muss die Crew, die durchaus ähnlich zu den 90ern zusammengesetzt ist, erst zusammenwachsen und bei jedem sind dunkle Geheimnisse angedeutet. Welche das sind, werde ich aber wohl nicht erfahren, denn nach drei von zwölf Episoden bin ich abgetörnt: Mit jeder Folge nahm die qualitative Flaute zu, die Serie wurde lächerlich und wirkte zuletzt trotz hervorragender Spezialeffekte billig und platt (wie schlecht übrigens die Computerszenen in Sindbads Abenteuer waren!). Da nützen auch kein Naveen Andrews (Lost) und keine Orla Brady (Fringe) als Bösewichte, die eher alibimäßig eingeschoben werden - in der alten Serie gab's noch einen herrlich overactenden Zauberer, "Sayid" schaut bloß weinerlich oder grimmig drein.

Die beiden Frauen in der 2012er Mannschaft bekleiden bis jetzt nur schwache Rollen und können zudem der feschen Jacqueline Collen nicht das Wasser reichen. Und Sindbad selbst wurde in den 90ern dargestellt von einem aalglatten Weißbrot (Zen Gesner), nun ist er der morgenländischste Schauspieler (Elliot Knight) in der gesamten Serie - lässige Checker sind sie beide. Falls es erzählerisch nicht deutlich besser wird, keine Segel setzen!

Sinbad | UK 2012 | Executive Producers: Tim Haines, Sophie Gardiner, Andrew Woodhead | Darsteller: Elliot Knight, Naveen Andrews, Dimitri Leonidas, Marama Corlett, Elliot Cowan, Estella Daniels, Orla Brady u.a.

The Newsroom

Der Name Aaron Sorkin sagte mir ehrlicherweise bisher wenig, aber der Schöpfer dieser 2012er US-Serie hat seinen Fernsehruhm u.a. mit The West Wing erlangt. Parallelen sind unübersehbar und auch die Gründe, warum mir beiden Serien nicht wirklich zusagen, sind identisch: Sorkins Universum ist von hochstressiger, anspruchsvoller Nonstop-Arbeit geprägt, die von jungen und junggebliebenen Menschen mit Leichtigkeit erledigt wird und welche dabei noch federleicht geschliffene Gespräche führen. Terminstress und Betriebssamkeit werden gut eingefangen, aber die Charaktere wirken trotz ihrer Aufgaben zu unbeschwert. Das passt für mich nicht zusammen, nicht in Martin Sheens Weißem Haus von The West Wing und auch nicht in der jetzigen TV-Nachrichtenredaktion unter Jeff Daniels (der Anchorman) und Emily Mortimer (seine Produzentin). Nach fünf von zehn Folgen The Newsroom ist zudem das Beziehungsgeflecht in der Redaktion in den Mittelpunkt gerückt. Interessant übrigens, dass die Serie wenige Monate in der Vergangenheit spielt und so mit dem heutigen Wissen reale Ereignisse aufgegriffen werden. Sorkin entwirft dabei das Idealbild einer um Unabhängigkeit und Aufklärung kämpfenden Nachrichtensendung im durchkommerzialisierten, unterhaltungslastigen Amerika - lobenswert, aber der Stil sagt mir nicht zu.

The Newsroom | USA 2012 | Created by Aaron Sorkin | Darsteller: Jeff Daniels, Emily Mortimer, John Gallagher Jr., Alison Pill, Thomas Sadoski, Dev Patel, Olivia Munn, Sam Waterston u.a.

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Erstellt: 2006-09-02 17:58
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