Montag, 1. September 2008

Bayern, Deine Killerspielgegner

In einer heutigen Pressemitteilung fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrman das schnellstmögliche Verbot von "Killerspielen":
«Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen, an deren erster Stelle ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht. [...]»
Soll es etwa in Deutschland nur noch solche Spiele geben:

GC 2007 Mami

PS: Golem.de weist am Ende seiner Meldung hin: "In Bayern finden am 28. September 2008 Landtagswahlen statt."

The Dark Knight

Hype, Heath und Platz 3 in der Top 250 der Internet Movie Database - "The Dark Knight" ist das Filmereignis des Jahres. Christopher Nolans zweiter Teil seiner Neuinterpretation mit Christian Bale als Flattermann führt selbstbewusst nicht einmal "Batman" im Titel und schaffte den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten. Ohne Kenntnis von Batman begins und einzelner Comics, dafür mit dem Versuch einer Ausblendung der Kritikerverzückung über The Dark Knight besuchte ich das hiesige CinemaxX - und wurde nicht enttäuscht. Jedoch kann ich auch nicht einfach in die Lobeshymnen einstimmen, weswegen der folgende Text nun negativer klingen wird als gemeint.

Der Film erzählt von der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in der US-Großstadt Gotham City in Gestalt des effizient durchgreifenden Bezirksstaatsanwalts Harvey Dent, die durch das Auftauchen des unberechenbaren Schurken "Joker" zerplatzt. Batman, der außergesetzliche Beschützer der Stadt und nächtliches Alter Ego des Milliardärs Bruce Wayne, gerät an seine Grenzen im Kampf gegen den Joker. Selbst die Mafia muss erkennen, dass sie die Büchse der Pandora geöffnet hat, indem sie ihn ins Boot holte...

Batman ist ein "Superheld" ohne übernatürliche Fähigkeiten, seine Superkräfte sind Technik und Verstand. The Dark Knight ignoriert alle sonstigen phantastischen Bestandteile des Batman-Universums, reduziert sich mit einem Genrewechsel vom "klassischen" Superheldenfilm Marke Spider-Man und Co. zu einem realistischen Actiondrama um einen Mann im Kampfanzug, der bei seiner rechtschaffenen Jagd auf einen wahnsinnigen Antagonisten zu verzweifeln droht.

Batman, der "dunkle Ritter", ist die Schattenseite Bruce Waynes, jedoch nicht in Tradition eines Mr. Hyde, denn er bleibt ein selbstloser Streiter des Guten. Doch der Joker in The Dark Knight ist ein solch irrationales Element, ein Zerstörer, dessen wahre Absichten und Werte ebenso unklar bleiben wie seine Herkunft und Identität, dass Batman schließlich bereit ist zu kapitulieren.
Die Reduktion im Film umfasst also auch die Entstehung des Gegenspielers, seine Motivation. In den früheren Verfilmungen von Tim Burton oder Joel Schumacher war die Genese des Bösen noch ein wichtiger Pfeiler, in The Dark Knight existiert der Joker einfach, um Angst, Schrecken und Terror zu verbreiten. Geprägt von "9/11" wird die Machtlosigkeit der eigentlich Mächtigen im Krieg Kampf gegen einen unbeherrschbaren, unverständlichen Gegner offenbar. In The Dark Knight gibt es beim Joker nichts zu verstehen, er ist ein archetypischer Anarchist, der planvoll keinen Plan verfolgt (und in meinen Augen auch nicht mehr so stark spiegelbildlich zu Batman konzipiert ist, obschon der Joker natürlich Batman als seinen zentralen Widersacher betrachtet). Kann man in solch finsteren Zeiten obsiegen, ohne von seine Idealen abzurücken?

Diese Frage steht im Raum, diese Frage schwingt auch im Filmtitel mit. Um eine Antwort drückt sich The Dark Knight. Batman blickt nur kurz in den Abgrund, dieser nicht zurück; ein "dunkler Ritter" ist Batman vor allem nur wegen seines Anzuges. Klar, er langt ordentlich zu und bricht zahlreiche Knochen - den Kampfgeräuschen nach, denn wirklich zu sehen bekommt der Zuschauer derartiges nicht. Jedoch zieht Batman sich in einer seiner Meinung nach aussichtlosen Situation lieber zurück, möchte den Umhang an den Nagel hängen (und die Stadt im Stich lassen?). Konflikt umgangen, er bleibt moralisch integer. Langweilig.

Was nun aber nicht auf den ganzen Film bezogen ist! The Dark Knight ist hervorragend inszeniert, bietet einige vorzüglich fotografierte Szenen, sehr gelungene Musik und eine namhafte Besetzung. Erwähnt werden muss hier Heath Leadgers Interpretation des Jokers, der den Wahnsinn mit Methode beeindruckend transportiert (auch wenn mir persönlich der Einsatz seiner Zunge nicht so zusagte, aber ich war auch von Batmans Sprachverzerrung leicht genervt); Gary Oldman gefällt als späterer Commissioner Gordon, Aaron Echhart als Harvey Dent. Die anderen Schauspieler inklusive Christian Bale verblassen gegen dieses Dreigestirn etwas.
Das Terrorchaos in Gotham City und die Verunsicherung der Stadtbevölkerung in der zweiten Filmhälfte wird superb eingefangen, hier hat der Film sehr eindrucksvolle Momente. Überraschenderweise sind die Actionszenen nicht außergewöhnlich, die zentrale Autoverfolgung in weiten Teilen gar recht unspektakulär. Ein weiteres Indiz, der die "innneren Werte" des Films im Mittelpunkt stehen sollen?

Der moralische Zwist, dem sich der Film wie beschrieben entzieht, wird zum Ende nochmals durch des Jokers allgegenwärtige Bomben verschärft, jedoch an dieser Stelle in meinen Augen wiederum unbefriedigend und vor allem unglaubwürdig aufgelöst:
Nach Saw-Art - wie es im Film öfter vorkommt - führt die eigene Rettung nur über ein großes Opfer, doch wird dieses dann gar nicht nötig und eine eher plakative Moralauffassung blitzt auf. Man mag es als Glauben an die Humanität auffassen, wenn Menschen selbst in Todesgefahr ihren Gemeinschaftssinn über den Selbsterhaltungstrieb stellen, für mich hat The Dark Knight dort wiederholt Angst vor seiner eigenen Courage bekommen und sich wohl daran erinnert, dass er immer noch ein Hollywood-Blockbuster sein und niemanden verstören soll.

Dies ist dann auch meine Kernkritik: The Dark Knight ist nicht mutig genug, das "Dunkle" wird oft nur behauptet. Es gibt zwar einige tragische Verluste zu beklagen, ein vom Joker pervertierter "Two-Face" mit leicht übertriebener CGI-Fratze bleibt am Ende aber das einzige ideelle Opfer.
Kleinigkeiten wie logisch holprige Geschehnisse sowie ein Ausfall im realistischen Gesamtbild durch eine lächerliche Technologie bei ansonsten sehr spärlichen Bat-Gimmicks störten mich noch, auch war mir der Film mit über 150 min insgesamt ein wenig zu lang; anstatt in der Filmmitte ein narrativ zwar schon schlüssiges retardierendes Moment aber auszuwalzen, hätte die gesamte Handlung stringenter und dann konsequenter aufgebaut werden können.

Ein sehr gutes Werk, das jedoch in meinen Augem in wenigen, aber entscheidenden Momenten seinem düsteren Anspruch nicht gerecht wird. [4/5]

The Dark Knight
USA 2008 | IMDb | OFDb
Regie: Christopher Nolan
Buch: Christopher & Jonathan Nolan, David S. Goyer
Darsteller: Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhart, Maggie Gyllenhaal, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman u.a.

Sonntag, 24. August 2008

Leipzig vs. Köln - Fight!

Heute gab die Leipziger Messe überraschend bekannt, dass es 2009 tatsächlich eine vollwertige Games Convention in der Sachsenmetropole geben wird:
«„Die GC – Games Convention findet auch 2009 in Leipzig statt“, gab Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH, am letzten Tag der größten europäischen Spielemesse bekannt. „Die Branche und die Besucher unterstützen uns eindeutig darin, die Messe in Leipzig fortzuführen.“ Als Termin der nächsten GC - Games Convention nannte er den 19. bis 23. August 2009.»
Damit gibt es innerhalb von vier Wochen zwei Spielemessen in Deutschland, nachdem im Februar diesen Jahres eigentlich das Ende der GC in Gestalt der neuen GAMESCom beschlossen wurde. Diese findet vom 9. bis 13. September 2009 in Köln statt.

Neue Rekorde von über 200.000 Besuchern, fast 550 Ausstellern, 14.600 Fachbesuchern und rund 3.800 Journalisten aus 48 Ländern auf der Games Convention 2008, die heute zuende geht, mögen zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Aber zwei gleichartige Messen quasi direkt nacheinander können nur zum Nachteil beider gereichen, zumal es die Leipziger Messe in ihrer Pressemitteilung schuldig bleibt, wie sie den Kollisionskurs abfedern will.

Beginnt jetzt ein Wettlauf und -bieten um die Aussteller? Findet man 2009 Branchenriesen wie Electronic Arts nur in Köln, viele kleinere Hersteller aber vielleicht nur in Leipzig? Und kommt Nintendo überhaupt wieder auf die Messe(n) zurück? Fragen über Fragen...

PS: Spiegel Online schreibt am 26. August immer noch "GAMEScon".

Mittwoch, 20. August 2008

"Weird German man" (GC 2008)

Tja, dies wird höchstwahrscheinlich die letzte Games Convention in Leipzig sein, außer die Messeleitung beschließt einen selbstmörderischen Kollisionskurs mit der GAMESCom 2009 in Köln. Und es ist die erste GC, die ich ohne den Dämlord besuchen muss...

Am heutigen Medienmittwoch gab es u.a. eine Pressekonferenz von Sony. "Wirkliche" Inhalte vielleicht an andere Stelle, ich möchte hier nur einen amüsanten Teil im Transkript von Eurogamer zitieren:
«There was also a weird German man that stage-invaded with a camera and microphone during a LittleBigPlanet demonstration towards the end. We found this very strange, although apparently he was some kind of German celebrity.

[...] What's going on? Someone has stormed onto the stage with a camera and microphone. [...] The TV man tries to talk to the LBP man in German but he doesn't actually speak it. Is this for real? Perhaps this man is big in Germany. Loads of press photographers are now taking pictures. This is weird. Now he's being invited to play LittleBigPlanet. It must be a setup. [...] No idea what is going on here. The TV man doesn't seem to know either. [...] "Who could possibly have thought this was a good idea," says GamesIndustry.biz editor Phil Elliott, sitting next to me. "Sony," I reply. [...] There is some banter between the weird man and the Sony man. Now the weird man's off too. That was weird.»
Und bei Eurogamer.de heißt's dazu:
«Elton stürmt auf die Bühne und will sich die versprochene PlayStation 3 abholen. Elton wird dazu aufgefordert, eine Runde LittleBigPlanet zu spielen. Zu blöd, dass er irgendwie gar nicht witzig ist... Die Witze werden leider immer schlechter. Kann es bitte 18:30 Uhr sein?! [...] Elton - Gott sei Dank - verschwindet wieder.»
Elton länderübergreifend gedisst - da kann die Games Convention nur gut werden!

Samstag, 16. August 2008

"Bis hierher - und weiter" [Update]

Zeit Rekord

(Die Zeit, 31.07.2008, S. 27f.)

Der Jamaikaner Usain Bolt (21) gewann heute das olympische Finale im 100-Meter-Sprint mit einer Zeit von 9,69 Sekunden.

Update:
«Scharfe Kritik vor dem 200-Meter-Finale am Nachmittag in Peking: Der deutsche Leichtathlet Tobias Unger zieht die Leistung des Jamaikaners Usain Bolt in Zweifel.» (Spiegel Online)
Sehr interessant ist das SpOn-Interview mit dem ehemaligen Doping-Dealer Angel Heredia vom 11. August.

Und dann hat Usain Bolt im 200-Meter-Lauf auch Gold gewonnen, ebenfalls mit einem neuen Weltrekord von 19,30 (wurde sogar noch von 19,31 herabgesetzt; Michael Johnsons "ewige" 1996er Bestmarke lag bei 19,32). Immerhin musste Bolt dieses Rennen voll durchziehen und trudelte nicht wie noch auf den 100 Metern deutlich vor dem Ziel in Siegerpose aus. Eine Show zog er danach trotzdem ab: "I am number one! I AM number one!"

Samstag, 9. August 2008

Bodenschätze, Bodensätze

Seit einem Monat gibt es im Zeitschriftenhandel das PC Games Rollenspiel-Sonderheft ("100% WoW-frei!"), das zumindest eine recht nette Historie des Genres bietet. Wie im Magazin auch selbst erwähnt, gab es 1992 (!) bereits eine Spezialausgabe zum gleichen Thema, und dieses besaß ich - und tue es noch, glaube ich zumindest. Da mein geplanter Beitrag über Wertungsrevisionismus in GameStar von 1997 bis heute noch länger auf sich warten lassen wird, wollte ich zum Ausgleich die beiden Sonderhefte miteinander vergleichen und schauen, was sich in 16 Jahren so getan hat.

Dazu musste ich das alte Heft aber erst einmal wiederfinden; ich vermutete es irgendwo auf dem heimischen Dachboden, dessen Ordnung eine bildhafte Definition von Chaos sein könnte. So machte ich mich motiviert auf, ein wenig das Durcheinander zu lichten, was mir auch etwas gelang.

Transformers

Neben vielen zerdrückten Brettspielen *grrr* fand ich unter anderem Transformers Action Masters. Okay, richtig cool waren diese Figuren, die sich gar nicht verwandeln konnten ("echte" Transformers hatten wir keine), eigentlich nie und kamen meiner Erinnerung nach am Ende des Transformers-Hype nach Deutschland. Wir hatten sie damals auch nur gekauft, weil die Plastikroboter auf je fünf D-Mark reduziert waren!

Transformers

Nachdem die Transformers dann ordentlich verpackt waren, ging die Suche weiter. Das alte PC Games-Sonderheft hatte mich damals zusammen mit einer PowerPlay-Ausgabe über die besten Spiele von 1990 (solche Specials gab es in den 90ern noch regelmäßig) sehr geprägt, bevor meine bewusste Spielerlaufbahn jenseits des C64 SX-64 mit Play Time Nummer 9/93 begann. Jahre später, irgendwann nach dem Ende der Play Time 1995, hatte ich alle Hefte in einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn - oder temporärer Emanzipation vom Zockerdasein - dem Müll überantwortet. Sicher der größe Fehler in meinem Nerd-Dasein...
Na ja, wie auch immer, das Rollenspiel-Sonderheft müsste noch erhalten sein, doch außer diversen Ausgaben von Mega Fun, Video Games, neXt Level, MAN!AC, PC Games und Game On! aus der Zeit um die Jahrtausendwende fand ich leider nichts weiter; zumindest eine Menge Exemplare von TOTAL! und N-Zone müssten auch noch irgendwo auf den Dachboden ihrer Wiederentdeckung entgegenharren.

MASK0MASK

Neben den Transformers gab es in den späten 80ern und frühen 90ern eine Menge Actionserien sowie dazugehörige Figuren, u.a. MASK. Hier konnten sich die Fahrzeuge verwandeln, während die menschlichen Helden komische Mehrzweckmasken aufgesetzt bekamen. Von MASK besaßen wir auch nichts - bis auf ein einzelnes Hörspiel. Die Audiokassette selbst ist mir nicht in die Hände gefallen - das beste bzw. (unfreiwillig) komischste Hörspiel ist eh Auf Schatzsuche am Kilimandscharo von Revell junior (ein durchaus treffender Verriss in der Hörspielhölle). Wenn das Urheberrecht in Deutschland nicht so knifflig wäre, würde ich es zum Download anbieten.

Man sollte überhaupt mehr Jugendhörspiele von "früher" hören, denn was da zum Teil aufgetischt wurde... Mir fällt hierzu auch gerade irgendeine TKKG-Episode ein - schon allein die einzelnen Folgentitel sind brilliant -, in der einer der vier Möchtegernspürnasen pädagogisch-platt verlautbaren lässt: "Wir können auch ohne Alkohol Spaß haben". Aber wir nicht ohne bei TKKG. Wie auch immer, ich habe den, äh, Umschlag der 1989er Kassette von MASK gefunden, dessen Texte allein schon unterhalten.

Steigen wir zuerst ein in die "Spielwelt von MASK":

MASK1

Ein aufwändig gestaltetes Diorama mit einigen MASK-Fahrzeugen, die sich die Kids nach dem Hören der Kassette natürlich sofort kaufen (lassen) sollen. Man beachte den laxen Umgang mit Kommaregeln, z.B. nach den "SUPER-Agenten", die durchaus doppelt gemoppelt für "Recht und Gerechtigkeit" kämpfen, wobei sie natürlich nicht für AIDS-Ausrottung, Menschenrechte in China oder Atomausstieg auftreten, sondern prägnanter als "Verteidiger der Erde". Wenn schon, denn schon!
Matt Trakkers "Helden" erleben dann natürlich "SUPER-Abenteuer", denn solche Agenten sind sie schließlich. Geheimagenten durchstehen Geheimabenteuer, Doppelagenten... äh... Na ja, wir können diese Erlebnisse nachspielen mit den abgebildeten "tollen Aktions-Fahrzeugen". Der Genetiv-Bindestrich ist zwar falsch, aber lustig hört sich das Wort trotzdem an. "Überall im Spielwarenhandel", lesen wir dann, gibt es "immer neuen" MASK-Abenteuer, die nicht nur super SUPER sind, sondern auch voller "Action" - in Form eines "farbigen Comic-Magazins". Wenn schon die Inhalte schwarz-weiß sind, sollten es zumindest nicht die Bilder sein.

Aber wer ist überhaupt MASK? Dies verrät folgender Scan (nein, der braune Dreck ist kein Kot, so schlecht war das Hörspiel bestimmt nicht):

MASK3

"Phantasie ist ihre Stärke"! Word! Die ganzen Aktionsfahrzeuge und Masken sind nur schnödes Beiwerk, eigentlich verteidigen sie die Erde mit ihrer Phantasie. So wie das IOC ganz fest an Besserungen in China durch die Olympischen Spiele glaubt(e). Damit soll man ja auch Berge versetzen können. Nun, unser "HELDEN-TEAM" ist insofern schlau und phantasievoll, als dass sie ihre geheime Basis "mitten auf unserem Planeten Erde" angelegt haben. So sparen sie schon Flugzeit im Gegensatz dazu, als wenn sie zum Beispiel auf dem Mond ihr Quartier aufgeschlagen hätten. Und wir lernen nebenbei auch, dass wir Menschen auf der Erde hausen, einem Planeten.

Zwar kämpfen die Agenten für Recht und Gerechtigkeit, aber Gleichberechtigung gehört noch nicht dazu, zumindest besteht das "unerschrockene Team" nur aus "mutigen Männern", die Bundeswehr-like zusammen leben. Aber jetzt wird's knallhart: Irgend jemand hat MASK beauftragt, die Erde vor der "Bedrohung des Bösen" zu schützen, "mit aller Kraft" - und natürlich Phantasie. Das Böse auf Erden hat bekanntlich einen Namen: VENOM! Dies ist kein Team, sondern eine "hinterlistige Mannschaft von trickreichen Doppelagenten", deren Boss den furcherregenden Namen Miles Mayhem trägt. Klingende Schurkennamen sind seit Lex Luthor en vogue, bei MASK ist man dann nur einen Buchstaben im Alphabet weitergegangen. Und während Miles Chaos ("Mayhem") verbreitet, ist ihm Matt auf den Fersen (Tracker/"Trakker").

VENOMs Ziel: Weltherrschaft "um jeden Preis", as usual. Blöd, dass MASK eben einen Verteidigungsauftrag hat, weswegen VENOM nun dieses mutige Team zu "überwinden" versucht. Solche Formulierungen gibt's heute doch gar nicht mehr, herrlich! Aber MASK wird sich nicht so einfach ausschalten lassen, denn Matt Trakker ist kein Faker, sondern ein "echter Teufelskerl, dem Recht und Gerechtigkeit über alles gehen". Müsste es nicht eher "geht" heißen [nein]? Auch der Satzbeginn ist zu stark verkürzt, aber im "Kampf gegen ihre bösen Gegenspieler" bleibt keine Zeit für Grammatik! Nun erfahren wir auch indirekt, warum es wohl keine Frauen bei MASK gibt, denn es kommen "alle erdenklichen modernen technischen Errungenschaften" zum Einsatz, auch Fahrzeuge. Das Klischee besagt ja: Frauen und Technik/Autos - dangerous. Aber am wichtigsten im Kampf gegen den "bösen Gegner" bleiben Mut, Entschlossenheit und natürlich Phantasie! Klingt wie das Ende des deutsches Intro von Xena : "Mit ihrer Kraft und ihrer Leidenschaft trotzte sie jeder Gefahr. Ihr Mut sollte die Welt verändern."

Zehn "Superaction-Hörspiel-Cassetten" gab es bis dato, und nie vergessen: "Phantasie ist ihre Stärke". Rechenaufgabe: MASK - Superaction + Spannung voller Phantasie = ?

MASK2

Anstatt die Erde zu verteidigen und auf der geheimen Basis zu leben, sind Trakker & Sohn in einem Zeltlager. Mit mehreren Lastwagen (für das Bier?). Für die "Superaction" sorgen bösartige Roboterkäfer, die neben Kommata auch Metall fressen - und bösartig sind.

Beim "Geheimdienst" hat wohl jemand besonders mitgedacht, als die Roteks entwickelt worden: Denn ohne "alle Waffensysteme" ist VENOM arm dran, da MASK schließlich die Phantasie besitzt!

Nun hat VENOM aber welche von den Metallkrabblern geklaut und erpresst "die ganze Welt"! Da das MASK-Team wohl im Zeltlager zuviel Bier konsumiert hat, muss Matts Nachwuchs Scotty/Scotti sich etwas einfallen lassen. Sein Roboter T-Bob kann ihm nicht helfen - "denn er ist ja aus Metall"...

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