Freitag, 4. Februar 2011

Call of Duty: Black Ops

Dies ist eine schamlose Zweitverwertung eines heruntergeschriebenen Textes zur Black Ops-Kampagne. Es kommen Spoiler vor.

In der letzten Mission von Black Ops flüchtet man vor einbrechenden Wassermassen. In der ersten Mission von Modern Warfare flüchtet man vor einbrechenden Wassermassen. Gab es in den den drei Jahren zwischen den beiden Spielen keinen Fortschritt? Im Geiste einer typischen "Höha, schnella, weita"-Fortsetzung war man in MW/CoD4 noch auf einem schnöden Schiff, in BO auf einer Unterwasserstation. Und sonst?

Die ersten Missionen von BO fand ich erschreckend schlecht: Unüberschaubare Gegnermassen von irgendwoher, viel Sterben, enge Level. Vielleicht war ich besonders sensibilisiert, weil ich zuvor Red Dead Redemption und Batman: Arkham Asylum vom "Pile of Shame" gespielt hatte, und dann ist ein Call of Duty-Spiel mit seiner schlauchigen Levelstruktur erst einmal wieder gewöhnungsbedürftig. Trotzdem nervt es einfach nur noch, dass man quasi einen Hollywood'schen Actionfilm spielt, aber eben nicht so unter den Gegnern wüten kann, sondern von allen Seiten niedergeschossen wird. Einige Stellen sind auch Trial and Error, ansonsten scheitern Missionen nicht selten, weil man sich nur ein paar Meter vom Team entfernt hat. Unverständlich, dass die Skripte immer noch absolut unflexibel sind und Verbündete einen durch Gegenlaufen wegschieben, wenn man zufällig in deren Weg steht!

Gelungen fand ich das Spiel eigentlich erst ab der 1945er Mission im ewigen Eis - vielleicht weil man die Gegner dort gut sehen konnte? Generell scheinen die jüngsten CoDs erst in der zweiten Hälfte aufzudrehen:
  • Mini-Echtzeitstrategie im Blackbird mit fliegendem Wechsel in die zu befehligenden Truppen! Leider viel zu kurz und zu leicht.
  • Bedrückende Kämpfe mit Atemmaske in Giftgaswolken! Die Gegner schienen mir da aber zu zielsicher und die Sichtbeschränkungen wurden durchs Infrarotvisier etwas relativiert.
  • Flucht vor Lawinen und Basejumping!
  • Flug- und Bootsequenzen! Wenn auch etwas hakelig zu steuern.
Treyarch hat sich also noch einiges einfallen lassen und für mich als ausschließlicher Modern Warfare-Spieler war das Dschungel-Setting zudem noch neu. Vietnam hat mir grafisch auch am besten gefallen, mit den abgebrannten Wäldern, den Schlangen unter Wasser und der Tunnelrattenpassage. Ansonsten hat die Grafik aber auch ein paar Aussetzer, wenn manche Details krude umgesetzt wurden (bspw. das sinkende Schiff '45). Was mich noch irritiert hat: Wenn Treyarch "große Bilder" schaffen möchte, klatschen sie die Landschaft einfach mit Flug- und Fahrzeugen voll. Nur fliegen die Hubschrauber für meinen Geschmack viel zu tief und bewegen sich auch ein bißchen komisch. Peinlicher Höhepunkt sicher das allerletzte Bild im Spiel nach dem Auftauchen, wo gefühlt die gesammte Navy-Flotte auf engstem Raum zu sehen ist und Kampfflugzeuge den Himmel durchkreuzen.

Die CoD-Spiele von Treyarch sind übertrieben brutal, was viele Schnitte in der deutschen Version bedeutet. Mir ist fast gar nix Brutales mehr aufgefallen, außer das Einschlagen des Schädels in Vietnam (creepy Gesichtsausdrücke der Toten!) und die Exekution der Deutschen '45, wo wohl Schädelfragmente wegfliegen, die Köpfe aber intakt bleiben.

Apropos peinlich: Gut gelacht habe ich bei dem Ausbruch aus dem russischen Gefangenenlager, wie die Insassen dauernd den dämlichen Plan rezitierten. Kann aber auch an der deutschen Synchro gelegen haben, die übrigens teils erschreckend schlecht zu den Mundbewegungen passt! Ebenso unfreiwillig komisch und mich an Blade II erinnernd: Als der Protagonist sich endlich erinnert, setzt sich der Geheimdienstmann zu einem Rockriff seine Sonnenbrille im Dunkeln auf - herrlich! Musikalisch hat mir das Spiel ganz gut gefallen mit seiner plakativen Elektrorockmusik (in der dt. Version fehlt leider "Sympathy for the Devil", das übrigens nicht in der Hubschrauber-, sondern der Schnellbootmission käme). Was aber Eminem im Abspann soll, werde ich nie verstehen...

Überraschend gut fand ich die Geschichte, die durch die Konzentration auf einen Protagonisten auch nachvollziehbarer geriet. Den extrem hektischen Videoclips zwischen Levels konnte ich zwar nicht immer folgen, aber sie waren künstlerisch zumindest interessant. Richtig gut und abgespacet die Zahlen im Kopf der Spielfigur und wie sich dann in der finalen Erinnerungsmission die Umgebung verändert (Scarecrow? :-). Die Gehirnwäsche als Twist des Spiels war mir aber kurz zuvor schon in den Sinn gekommen. Durch diese Enthüllung wurde übrigens auch eine Szene erklärt, die für mich sonst das worst script ever gewesen wäre: Als man sich in einem Container in die Russenbasis schmuggeln lässt, an einer Stelle aber dauernd entdeckt wird, auch wenn man im Dunkeln steht. Später wird aber deutlich, dass eigentlich der Begleiter - also man selbst - entdeckt wurde.

Fazit

Black Ops habe ich auf dem zweitleichtesten Schwierigkeitsgrad gezockt, weil die höheren einfach nur nerven, denn dort wird ja nicht der Gegner schlauer, sondern nur härter. Ich habe gefühlt noch weniger Zeit gebraucht als für Modern Warfare 2 - fünf Stunden, vielleicht sechs? Wie schon eingangs erwähnt, finde ich derartig starre Schlauchschießbuden nicht mehr zeitgemäß und ebensowenig überzeugend, als dass ich hohe 80er oder gar 90er nachvollziehen könnte. Interessanterweise hatte gerade das Over-the-Top-Setting von MW2 genannte Schwächen für mich übertüncht, im etwas realistischeren BO klappt das nicht mehr. Ein durchaus unterhaltsames Spiel, aber ganz sicher nicht mehr.

Call of Duty: Black Ops (360 u.a.)
Treyarch/Activision 2010 | MobyGames | OGDB
Director: David Anthony
Producer: Pat Dwyer

Mittwoch, 2. Februar 2011

Tron: Legacy

Als im letzten Jahr der erste Trailer zu Tron: Legacy lief, war ich wenig beeindruckt - es sah nach einer unnötigen, visuell zu düsteren Fortsetzung aus. In der Tat ist der Film sowohl Sequel als auch Remake in einem: Der Sohn des damaligen Protagonisten wird in die Computerwelt seines Vaters transportiert, wo er zuerst Gladiatorenkämpfe bestehen muss, um danach mit einer Handvoll Gefährten gegen den digitalen Despoten anzutreten.

Viel komplexer wird die Geschichte auch nicht, damit erweist sich Tron: Legacy als würdiger Erbe des ähnlich gelagerten Originals. Die naive Herangehensweise an die Darstellung des Innenlebens eines Computers bleibt gewahrt, Erklärungen werden gar nicht erst versucht oder geraten arg verworren und Logiklöcher lassen sich ebenso finden. Dieser Kritik kann sich der Film hierbei entziehen, denn während viele Blockbuster großen Aufwand für ein realistisches Äußeres betreiben, aber im Kern dümmlich und hohl bleiben, so bilden Form und Inhalt bei Tron: Legacy eine - wenn auch eher infantile - Einheit. (Ein paar kritische Zwischentöne gibt's aber und immerhin nicht ganz so plakativ-offensichtlich wie bspw. in Avatar.)

Die audiovisuelle Gestaltung ist klar der eigentliche Star. Das 1982er Original beeindruckte mit nie gesehenen Bildwelten, das ist in unserer heutigen digitalen Welt (haha) natürlich ungleich schwerer. Tron: Legacy entscheidet sich für einen starken Kontrast aus vorherrschendem Schwarz und neonfarbenen Akzenten - das Original war da farbenfroher. Nichtsdestrotrotz ist der Film visuell sehr beeindruckend und vom Stil einzigartig, eine optische Revolution bleibt aber aus. Vielleicht liegt es auch daran, dass man nicht widerstehen konnte, Fahrzeuge als tatsächliche Maschinen darzustellen (die sich auch so verhalten), und der an sich beeindruckend umgesetzte junge CGI-Jeff-Bridges besonders wegen der tot wirkenden Augen ins Uncanny Valley stürzt. 3D wird laut anfänglicher Texteinblendung als Stilmittel genutzt und ist wenig auffällig, aber auch nicht störend; ich bleibe 3D gegenüber weiterhin sehr skeptisch.

Auf akustischer Ebene zieht Tron: Legay alle Register und vertraut auf einen Soundtrack von Daft Punk. Die Franzosen sind zwar deutlich von Inceptions markanten Tieftönen beeindruckt, erschaffen aber einen berauschenden Klangteppich, der aufgrund herausragend abgestimmter Szenen aus Tron: Legacy stellenweise einen Musikfilm macht (man erinnere sich an Interstella 5555).

Als Zuschauer sollte man ein Interesse an ungewöhnlichen Bildwelten und elektro-orchestraler Musik haben, am besten das Original mögen und generell nichts gegen Science-Fiction und Action - hier überwiegend ordentlich inszeniert - haben. Dann ist Tron: Legacy ein überaus unterhaltsamer und schöner Film ohne Gefahr einer geistigen Überanstrengung.

PS: Nebendarsteller Bruce Boxleitner (Babylon 5) habe ich übrigens erst spät erkannt, weil er recht alt aussieht und eine entsprechende Synchronstimme verpasst bekam.

Tron: Legacy
USA 2010 | IMDb | OFDb
Regie: Joseph Kosinski
Buch: Edward Kitsis, Adam Horowitz
Darsteller: Garrett Hedlund, Jeff Bridges, Olivia Wilde, Michael Sheen, Bruce Boxleitner u.a.

Dienstag, 18. Januar 2011

Metareferenz in Serie

Sanctuary

Michael Shanks begrüßt Amanda Tapping in Folge 2.09 mit "I love the hair". Beide spielten zusammen in Stargate SG-1, wo Tapping - jetzt mit schwarzer Langhaarfrisur - ihr Haar kurz und blond trug.

Primeval

Hannah Spearritt spielt in Folge 4.01 zufällig das Lied "Don't stop movin'". Es stammt von der Popgruppe S Club 7, in der Spearritt Mitglied war.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Zu alt für den Scheiß?

War's das jetzt? Im Forum wird die aktuelle GamePro-Ausgabe gelobt, aber ich werde einfach nicht mehr richtig warm mit dem Videospielmagazin. Der Relaunch Mitte 2010 hatte das Heft für mich optisch attraktiver gemacht, aber inhaltlich ist doch vieles beim Alten geblieben. Zusammen mit weniger Tests im Heft, einer schrecklicken Website und dem munteren Artikelaustausch mit GameStar bin ich nun reif für die Kündigung meines Abos. Ich wollte den Schlussstrich eigentlich erst ziehen, wenn die seit Jahren versprochenen PDF-Ausgaben das Licht der Welt erblickt haben, aber der Verlag sitzt die Angelegenheit beharrlich aus.

Jetzt also die erste Ausgabe (2/11 *hust*) des neuen Jahres. Die Formulierungen auf dem Cover sind bekannt grenzwertig und geschickt manipulativ, Fragezeichen sei Dank:

"Härter, blutiger, besser?" (Dead Space 2)
«Verstümmelung - ein Wort, das uns mit der Wucht eines stumpfen Axtblattes trifft. Ein Wort, das uns an zügellose Gewalt denken lässt. Ein Wort, das unabgenehme Bilder in unsere Köpfe projiziert. [...] Genau wie sich seine Ingenieurswerkzeuge in Waffen verwandelten, wurde Isaac selbst zu einer Waffe, bereit alles zu tun, um das eigene Überleben zu sichern - auch wenn das bedeutet, ehemalige Freunde und Kollegen zu verstümmeln.»
Ob das Spiel nun härter, blutiger und/oder besser als der 2008er Vorgänger Dead Space ist, bleibt in Henry Ernsts vierseitigem Test vage - das Fazit: "Horror, Druck und Blutfontänen. Wer es hart braucht, braucht Dead Space 2."

"Herzhaft genial oder geschmacklos brutal?" (Mortal Kombat)

Dies wird im sechsseitigen Preview nicht beantwortet, denn natürlich steht als Antwort "beides" zwischen den Zeilen. Der Text selbst von Kai Schmidt ist informativ, aber fragwürdig formuliert. Ab Seite 3 wird das Markenzeichen von Mortal Kombat thematisiert, nämlich dessen Brutalität und die Fatalitys, "übertrieben blutrünstige Finishing Moves":
«Egal ob der Sieger den Oberkörper des Unterlegenen mit einem lauten Schmatzen abreißt oder sein Körper der Länge nach durchgesägt wir - hier zeigt sich, dass Mortal Kombat nach wie vor kein Spiel für Kinder und Jugendliche ist [...].»
Nach dieser, äh, Mahnung können dann unbelastet weitere Details beschrieben werden und GamePro ist sich "ziemlich sicher, dass das noch längst nicht alle Stage-spezifischen Todesarten waren!" Knochen zertrümmern, Organe zermatschen, Augen ausstechen, Brustkästen pulverisieren, Wirbelsäulen brechen, freigelegte Kiefer, herausschauende Rippen, herumbaumelnde Fleischfetzen - "rein virtuell natürlich". Mortal Kombat bleibe "trotz allem immer noch ein Videospiel-Spektakel, das natürlich nicht ernst gemeint ist". Kunst darf schließlich alles und der entsprechende Anspruch des Spiels ist für GamePro: "Pfeif auf den guten Geschmack". Aber:
«Auch wenn man die aberwitzige Splatter-Eruptionen nicht für voll nehmen kann, haben sie ein nicht zu leugnendes Jugendgefährdungspotenzial. [...] Abgesehen von allen potenziellen Geschmacklosigkeiten und Jugendschutzvorbehalten ist Mortal Kombat ein erfrischend altmodisches Beat 'em up.»
Mortal Kombat soll im April 2010 erscheinen und GamePro gefällt daran: "unglaublich blutig".

GamePro Elements

Diese Rubrik behandelt an sich einfallslose, aber grundlegende Dinge wie Feindbilder oder Kleidung in Videospielen, diesen Monat passend zu oben genannten Spielen: Der freie Redakteuer Stephan Freundorfer, Autor fast alle Elements-Texte, befasst sich mit der Darstellung von Blut.
«Die zentrale Flüssigkeit von Mensch und Wirbeltier transportiert nicht nur Nährstoffe, sondern auch eine Botschaft: Wenn sie ungehemmt fließt, dann sind Leib und Leben in Gefahr; wenn Blut vergossen wird, dann ist körperliche Gewalt im Spiel. Blut besitzt Symbolcharakter - und enormes Konfliktpotential!»
Gewalt und Nacktheit

Man muss seine Prioritäten kennen! Von den 22 Zeilen des Previews zum Parasite Eve-Nachfolger The 3rd Birthday werden fünf auf diese, äh, wichtigen Details verwandt:
«Damit Aya mit den vielen Knarren eine gute Figur macht, erhält sie im Laufe des Spiels auch unterschiedliche Kostüme (etwa den Dienstmädchen- oder Santa-Look), die im Kampf immer weiter zerfetzt werden und zunehmend Haut zeigen. Wer noch mehr Haut sehen will, darf sich auf eine heiße Duschszene freuen.»
Mein Abonnement

Gerade sehe ich, dass gestern das Geld für die GamePro-Aboverlängerung abgebucht wurde. 6 Euro Ersparnis pro Jahr gegenüber dem Ladenkauf ist irgendwie auch ein Witz. Genauso lustig, dass ich beim Nachschlagen der Aboservice-Kontaktdaten jetzt erst lese, dass es auch ein Studentenabo für nochmals 6 Euro weniger gibt. Dann mal schauen, ob sich das Abo per Mail kündigen lässt...

PS: Drei Vier Texte bzw. sechs acht Seiten der GamePro 2/11 stammen von GameStar-Schreibern (GS 2/11); das Preview, die drei Tests sowie eine Wertung wurden marginalst verändert.

Freitag, 31. Dezember 2010

POLYGONaler Jahresabschluss [Update]

Polygon 2010

Bevor ich dann nachher Silvester boykottieren gehe, noch ad hoc mein Jahresrückblick. Auch wenn sich HomiSiteBlog nicht als reines Gaming-Blog versteht, so nehmen Bildschirmspiele doch genügend Platz hier ein, um einfach mal beim POLYGON mitzumachen - denn bei den Kategorien habe ich's einfach:

PC/Mac: Seit einigen Monaten besitze ich einen spieletauglichen Computer, aber genutzt habe ich ihn fürs Zocken aktueller Vollpreisspiele nicht.

PlayStation 3: Besitze ich nicht.

Xbox 360: Modern Warfare 2! Oh, das ist letztes Jahr erschienen? Naja, andere Leute zocken wegen WoW nix anderes, bei mir ist es fast wegen MW2 so. Alle großen Titel 2010 habe ich entweder aufgrund von Nichtinteresse ausgelassen (Mass Effect 2, Alan Wake, Assassin's Creed: Brotherhood), sind nach der Demo auf meiner Budget-Liste gelandet (Enslaved, Vanquish), will ich mal als Game-of-the-Year-Edition am PC spielen (Dragon Age: Origins) oder liegen unangetastet auf meinem "Pile of Shame" (Red Dead Redemption, Deadly Premonition ;-). Mein Co-Autor Damnlord hätte einen Großteil dieser Titel sicher genannt und die Koop-Kampagne von Halo: Reach war spaßig, aber ich nominiere jetzt nur ein einziges Spiel, das ich bis heute nicht einmal durchgespielt habe: Bayonetta! Weil es toll aussieht, verrückt, abgedreht und "easy to learn, hard to master" ist und ich Jeanne hasse.

Wii: Besitze ich nicht.

Eigenständiger Download-only-Titel (XBL/PSN/WiiWare/PC-Indie): Ich habe dieses Jahr ziemlich viele XBLA- und XBLIG-Spiele gespielt und auch bei manchen PC-Indies zugegriffen (the year of the bundles). Nur gespielt habe ich Hypetitel wie Frozen Synapse oder Minecraft kaum. Kam letzteres nicht eigentlich schon 2009 heraus? Aber wer kann das in unseren heutigen "Always Beta"-Zeiten schon wissen. Da könnte ich auch die 4.0 von AI War nennen, leider ebensowenig gezockt. BTW: Sonderpreis an Arcen Games für konstanten Patch-Output selbst über Weihnachten!
Wieviel Geld hat Minecraft jetzt eingespielt? Genau lässt es sich nicht sagen, da das Spiel am 20.12. in die Betaphase ging und der Preis damit auf 14,95 Euro angehoben wurde (Alphakäufer bekommen weiterhin "all future updates for free"). Während ich dies schreibe, haben 915.682 Leute Minecraft gekauft, davon 6.588 in den letzten 24 Stunden. Macht also einen Umsatz von mindestens 9,1 Millionen Euro! Glückwunsch!

Schlussendlich habe ich nur ein Download-only-Spiel gezockt, welches mich wirklich beeindruckt hat: LIMBO. Weil es aufgrund seiner archaischen Konventionalität erfrischend unkonventionell ist und audiovisuell tief beeindruckt.

DLC/AddOn: Die AI War-Expansions habe ich bisher nicht gespielt, den Rest wie kostenpflichtige Mappacks nominiere ich nicht. Also nenne ich einfach mal den "Spunky Cola Special"-DLC für Monday Night Combat, weswegen ich mir das Spiel überhaupt erst zulegte: Neue Maps, Spielmodi, Bugfixes etc. für umsonst!

Handheld/Mobil (iOS, DS, PSP, Android etc.): Keines der wenigen Spiele, die ich für meinen NDS dieses Jahr gekauft habe, sind auch 2010 erschienen.

Update: Die Gewinner des POLYGON 2010 wurden am 4. Januar bekanntgegeben. Nicht allzu viele Unterschiede zum Mainstream auf den vordersten Plätzen, aber über 40 Teilnehmer. Kritik an der Aktion gibt es auch, z.B. in den Kommentaren bei These Nerds.

Soviel dazu, jetzt noch kurz Serien und Filme:

Serien 2010: Flop des Jahres war The Event, weil nach dem Ende der "großen Serien" 24 und Lost (ächz, das Finale...) wohl ein Nachfolgehit am Reißbrett geplant werden sollte. Klischees über Klischees und ich wüsste kaum eine phantastische Serie der letzten Jahre, bei der nicht geklaut wurde - da helfen auch keine Hot Bad Bitch und D.B. Sweeney. Ebenfalls eher ernüchtert war ich von The Walking Dead, weil in der kurzen Zeit von nur sechs Folgen kaum eine Bindung zu den (zu) zahlreichen Charakteren aufgebaut werden konnte, die Serie aber oft darauf setzt. Aber hey, wann wurde so im TV gesplattert?

Famose Neustarts habe ich keine wahrgenommen, aber positiv überrascht wurde ich durch Fringe, dessen Ende von Staffel 2 und die bisherige Staffel 3 ungeahnte Qualitätsregionen erreicht - die Mythologie und die Charaktere sind dem Zuschauer mittlerweile vertraut und die Serie löst sich vom "Vorfall der Woche". Weiterhin ist die fünfte Staffel von Dexter die beste der Serie seit mindestens der dritten Season! Konstante Spannung, kein Leerlauf und glaubhafte Entwicklungen. Jetzt ein spektakulärer Serienabschluss mit Dexters Enttarnung in Staffel 6?

Filme 2010: Habe nicht viel gesehen und wie bei den Serien noch weniger darüber gebloggt. "Blockbuster des Jahres" ist Inception - auch wenn Christopher Nolan keine Schießereien inszenieren kann und das Filmplakat eigentlich den Zuschauer bescheißt. Komödie/Nerdfilm/Comicadaption (ohne die Vorlage zu kennen :-) des Jahres ist Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt.

Frohes Neues!

Suche

 

Beiträge & Kommentare

Über uns
HomiSite, 2023-10-01 10:54
Unterwegs in Düsterburg
HomiSite, 2021-03-04 11:39
Gods - Lands of Infinity [Update]
HomiSite, 2020-07-02 21:53
Spiele des Jahres 2017 im Internet
HomiSite, 2018-02-06 12:46
Spiele des Jahres 2016 im Internet
HomiSite, 2017-01-06 14:51

Microblogging

Glotzen

Lauschen

Zocken

Kaum noch AAA, viel Indie und Multiplayer, wenig Steam und Switch.

Status

Erstellt: 2006-09-02 17:58
Online seit 7225 Tagen
Letztes Update: 2024-10-11 15:45
338 Beiträge mit 178 Kommentaren

Credits & Feeds