Sonntag, 2. September 2012

15 Jahre GameStar & 10 Jahre GamePro! Wayne?

Ich mag Print. Ich habe über die Jahre sehr viele Zeitschriften gelesen, regelmäßig und sie danach auch nicht weggeschmissen, sondern ordentlich ins Regal sortiert. Es waren immer Special-Interest-Magazine aus dem Spiele- und Filmbereich. Meine "bewusste" Laufbahn als Bildschirmspieler begann mit der seligen Play Time, genauer der Ausgabe 9/93. Wenn ich mir jetzt aber die Cover anschaue, war wohl 1/93 mein erstes erworbenes Heft, aber ich habe dann wahrscheinlich erst später jeden Monat zugegriffen. Es gab Ende des Jahres einen radikalen Layoutwechsel und Mitte 1995 war schon Schluss mit dem Heft. Damals tobte noch richtig der Systemkrieg, man stritt mit Klassenkameraden auch über die Qualität der vielen existierenden Spielemagazine und erlebte das goldene 16-Bit- und das aufkeimende 3D-Zeitalter.

Ironischerweise gab es bei uns im Haushalt gar keine entsprechende Konsole, außer Game Boy und SX-64 mussten die Pixel- und frühen Polygonwelten bei Freunden erlebt werden. Ein Pentium 100 wurde zu einem recht ungünstigen Zeitpunkt erworben und war bald für Jahre zu langsam für aktuelle Spiele, daher war schließlich das Nintendo 64 der Startschuss zur großen heimischen Zockerära. Im selben Jahr erschien auch ein neues Magazin, die GameStar mit Erstausgabe 10/97 (die Konsoleninfos kamen lange Zeit aus der N-Zone und der Total!, die Play Times hatte ich irgendwann etwas umnachtet weggeschmissen). Trotz kleinerer Aufrüstaktionen verfügte ich kaum über einen potenten PC für viele der vorgestellten Spiele - der Blick trübte sich zu oft beim Studieren der GameStar'schen Hardware-Angaben "Minimum", "Standard" und "Optimum". Aber die Informationen, die wollte ich. Wahrscheinlich waren nicht wenige Spiele in meiner Vorstellung besser als wenn ich sie wirklich gezockt hätte. Ich scherze noch heute, dass ich zwar fast jedes Game kennen würde, nur nie gespielt habe.

So wurde die GameStar die Standardlektüre, die ich mir immer freudig kaufte, stets mit einem offenen Auge, ob es nicht weitere interessante Magazine gibt. Einfach mal ein paar Kilometer zum Bahnhofskiosk zu radeln war keine Seltenheit. Ende 2002 wuchtete der Verlag der GameStar ein neues Konsolenmagazin auf den mittlerweile ausgedünnten Markt, die GamePro. Es muss mich überzeugt haben oder bloß fasziniert, weil eben neu, aber auch diese Zeitschrift wurde fortan monatlich gelesen, bald sogar im unzensierten "Ab 18"-Abonnement. Letzteres bezog sich aber nur auf die beiliegende DVD - redaktionelle Bewegtbilder von Videospielen, damals heißer Scheiß, denn YouTube & Co. waren noch Zukunftsmusik.

In der Zeit wandelte sich aber langsam mein Interesse an den Medien. Im Internet (Prä-DSL-Flatrate) gab es bereits zahllose Spielewebsites und der Fokus verschob sich bei mir unmerklich vom Spiel an sich hin zur Aufbereitung durch die jeweiligen Magazine. Als schließlich die Auswirkungen der kostenlosen Netzkonkurrenz in den Heften unübersehbar wurden, deren Redakteure jedoch die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollten oder durften, begannen die Grabenkämpfe in einschlägigen Foren. Man forderte die Qualität von früher(TM) und analysierte bis ins Detail die Veränderngen der Hefte. Auch ich hatte daran meinen Spaß, mit harten Fakten AKA nerdigen Umfangsberechnungen dem Marketingsprech der Heftemacher entgegenzutreten (mehrfach in diesem Blog). Aber es ist sicher auch keine angenehme Situation, den eigenen Bedeutungs- und Auflagenverlust schönreden zu müssen.

Irgendwann bahnte sich aber die Erkenntnis ihren Weg, dass die Magazine weitgehend nur noch aus nostalgischen Gefühlen so hochgehalten bzw. kritisch beäugt wurden. Wofür soll man "kämpfen", wenn die Zeitschriften selbst aufgegeben haben und einen Großteil ihres oft gefühlt austauschbaren Inhalts vorab für jedermann ins Netz kippen? Videos auf beiliegenden Speichermedien keine Besonderheit, sondern gar umständlicher als HD-Streams sind? Artikel identisch in den verschiedenen Heften eines Verlages erscheinen? Und die Magazine selbst eigentlich nur noch eine Menge Platz im Regal wegnehmen und man (wider Erwarten?) fast nie in alten Ausgaben schmökert.

Mitte diesen Jahres bemerkte ich schließlich überrascht, dass ich eine GameStar am Kiosk verpasst hatte und es mir ziemlich egal war, trotz noch vorhandenem Sammeltrieb. Das GamePro-Abo wurde nur aus Gewohnheit noch nicht gekündigt, die DVDs landen ungeschaut im Schuber (Sammeltrieb ;-). Zumindest die GameStar bietet ein recht faires Digitalabo an, bei der GamePro davon noch keine Spur. Aber weil eben so viel Content auf Kosten der Hefte frei online zur Verfügung gestellt wird, ist der Anreiz minimal, noch Geld dafür zu bezahlen...

Ich kaufe die GameStar nicht mehr. Ich überfliege die GamePro nur noch, wenn ich sie im Briefkasten finde. Ich spiele noch. Ich lese noch. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

Freitag, 31. August 2012

Movie Month 8/2012 & Movie Tweets VI

Von mir drüben bei den Zelluloidfreaks: Vom Kollegen Tobberich: Prometheus, The Amazing Spider-Man

Und hier noch einige alte Movie Tweets:

Eastern Promises: Russenmafiafilm mit Klischees, aber guter Cast, seltsam slow-paced/reduziert, denkwürdige Saunaszene.

OMG ist Ghost Rider pseudo-cool, holprig inszeniert und unfreiwillig komisch! PS: Brennende Schädel sind natürlich cool.

Moon (GB 2009) ist faszinierend-unaufgeregte Science Fiction ohne Holzhammer und mit zeitlosem Look (Mondlandungsfernsehbilder? + 2001).

Narnia: Infantiler + holpriger Märchenmix, SFX zw. Uncanny Valley + Bluescreen-Blamagen, aber böse Tilda Swinton dreht schön am Rad.

Outlander (USA 2008) = Der 13. Krieger + Das Relikt, irgendwie. Gute FX, aber sonst mäßig spannend.

Police Story: Furioser Actionstart, dann leider viel Leerlauf (Blödelsynchro) bis zum ordentlichen Finale, danach sofort Schluss!

Police Story 2: Mehr + regelmäßigere Kampfszenen, Explosionen, wirre Handlung, Blödelsynchro, ordentliches Finale.

Return of the Living Dead (1985): Totales Overacting, überraschend wenig Splatter/Blut, teils holprige Dramaturgie, lustig-unpassende Musik.

Star Trek (2009): Konstruiert-gehetzte Story (Zeitreisen...), komisches Monster, Scotty zu albern, Kirk farblos, Spock brilliant, Redshirt.

Samstag, 25. August 2012

DayZ Massacres: Bonnie, Clyde & Stary Sobor

Diese DayZ-Erlebnisse nach ihrer Forenpremiere hier zur Archivierung.

Vor einem Monat

Ich warte immer noch auf die psychologisch-sozialen Begegnungen, die man in den vielen YouTube-Videos sieht oder von denen man liest - wir treffen halt so gut wie nie jemanden an und wenn doch, sind sie weit weg. Zuletzt waren mein Kumpel und ich ganz im Norden auf der Suche nach Banditenlagern.

Von Osten latschten wir Kilometer um Kilometer am Rande und auch jenseits der Karte (die Ingame-Map geht ja noch etwas weiter als die Internet-Karten), bis wir irgendwann ungefähr (weit) über dem berühmt-berüchtigten Airfield waren. Plötzlich fanden wir in einer Senke eine gigantische Zeltstadt, befestigt mit Stacheldraht und Panzersperren! Viele Zelte waren leer, aber einige nette Ausrüstungsgegenstände liehen wir uns dort aus.

Dann ging's weiter nach Süden und plötzlich sahen wir einen nachlässig am Waldrand geparkten Jeep! Endlich, "unser" erstes "richtiges" Auto, der Kofferraum gut gefüllt. Abseits der Zivilisation nützt das doch niemandem, also nahmen wir es mit und fuhren ab da im tiefen Westen von Tankstelle zu Tankstelle (wenn man mit einem Auto in eine Siedlung etc. rast, kackt die Zombie- und Loot-Spawn-Mechanik leider ziemlich ab). Auf dem Green Mountain musste ich mein AKM gegen Zombiehorden einsetzen, das war schon extrem anspannend!

Dann cruisten wir weiter nach Osten - der Jeep ist im Gelände sooo lahm -, um oberhalb von Cherno über Landstraßen nach Norden zu fahren. An der Kreuzung bei Guglovo knallten plötzlich Schüsse! Nicht einzelne, sondern Dauerfeuer! Mein Kumpel am Steuer trat das Gaspedal durch, aber auf einer Wiese links von uns waren zwei, drei oder mehr Leute! Die ersten ließen wir hinter uns - ich sah nur einen, dann trafen mich (un)glückliche Schüsse und ich war tot. Mein Kumpel konnte sich mit gebrochenen Beinen aus dem zerschossenen und noch rollenden Wagen werfen und ins Unterholz retten. Selten war ein folgenreicher Tod (ich hatte gute Ausrüstung) in einem Spiel befriedigender!

Vorgestern

Fast einen Monat nach meinem spektakulären Tod in einem von überfallartigem Dauerfeuer zerfetzten Jeep spielten mein Kumpel und ich erstmals wieder zusammen. Er für DayZ-Maßstäbe seit Äonen am Leben (45 Tage, glaub ich) und mittlerweile maximal ausgerüstet, ich seitdem nur noch einmal gespielt und gleich erschossen worden und jetzt frisch gespawnt. Den ersten Server in meiner Filterliste des DayZ Commanders gewählt und ich erwachte beim Balota-Airstrip; nach etwas Rennen durch den Wald trafen wir uns auf dem Sniper-freundlichen Berg Pik Kozlova. Da standen sogar zwei ATVs rum, leider nicht fahrtüchtig. Zwischendurch tauchte immer wieder ein Heli in der Luft auf (hatte bisher nie einen fliegend gesehen), der anscheinend zwischen Cherno und Elektro herumflog. Mein Buddy hatte ein Sturmgewehr mit übermächtigem Infrarotvisier für mich und nicht so recht wissend, was wir eigentlich machen wollen, gingen wir nach Norden mit Fernziel Airfield.

Den inländischen Hotspot Stary Sobor umrundeten wir erst und näherten uns dann von Norden dem dortigen Scharfschützen-Hügelrücken mit zwei Waldflächen. Wir sahen ein Fahrrad, liefen aber erst einmal zur westlichen Baumgruppe. Die Stadt war weitgehend verlassen, aber mein Kumpel entdeckte Spielerleichen mit seinem militärischen Präzisionsgewehr. Für mich schlug da jedoch ein frischer Bug zu: Ich konnte in die entsprechende Richtung nicht schauen ohne totale Bildfehler.

Mein Kumpel lief dann zum östlichen Waldflecken, ich hinterher, indem ich die ganze Zeit in eine andere Richtung schaute, um die Grafikfehler zu vermeiden. Zwei Spielerleichen sollten dort liegen und gerade als ich die Bäume erreichte, bewegten sich die "Leichen"! Mein Kumpel schoss los, ging nach seinem tödlichen Schuss hinter einem Baum in Deckung, wurde aber dann von irgendwo getroffen - "ich bin tot!" Ich hatte bis dahin nur einen einzelnen Schuss gehört, dann plötzlich eine kurze Salve. Rechts von mir schien jemand im Tarnanzug getroffen zu Boden zu gehen. Dann eilte einer in gleicher Richtung durch die Bäume von mir fort, während eine weitere getarnte Person durch mein Sichtfeld huschte! Wir sahen uns und ballerten sofort los (Glück für mich, dass der Server Crosshairs anzeigte). Viel zu viele Schüsse jagten wir in uns rein, aber im Gegensatz zu meinem Gegner überlebte ich nach schnellem Verbinden knapp mit 500 von ursprünglich 12.000 Bluteinheiten und gebrochenen Beinen. Und mein "Humanity"-Wert war wegen des Kills von 2.500 auf ca. -50 gefallen. Ich robbte zu seiner Leiche und fand eine Menge Ausrüstung, inklusive Morphium gegen die Knochenbrüche (eine Ampulle verschwendete ich, weil ich während des Verabreichens kurz ohnmächtig wurde).

Ich war jetzt dank der Leiche fast komplett ausgerüstet und wegen Fleisch auch wieder auf einem halbwegs akzeptablen Blutwert! Rückwärts robbte ich in den Wald, um die anderen Leichen und die meines Freundes zu finden, sah aber am anderen Waldrand nur zwei Zombies eine Leiche fressen. Wegen der Grafikfehler war mir das zu dumm, ich robbte zur von mir geplünderten Leiche zurück, um den Rest der Sachen einzusacken. Mein Kumpel war derweil wieder gespawnt und lief durch die Wallachei zum Ort des Geschehens. Ich drehte mich dann mal um und checkte die Lage nach anderen Überlebenden...

... Genau einen Meter hinter mir kniete eine neue Person - ohne Tarnung - und zielte auf mich (oder wühlte gerade in meinem Rucksack? Oder hielt mich auch für tot?)! Sofort schoss ich los - k.A., ob er vielleicht via Textchat etwas gesagt hatte -, musste wieder viel zu viele Schüsse in ihn reinjagen. Wieder brachen meine Beine, ich wurde vom Blutverlust ohnmächtig. In dem Moment rannten die beiden Zombies von den Schüssen angelockt heran - und griffen den anderen Spieler an, weil ich ja bewusstlos war. Seine Beine waren offenbar auch gebrochen, er wechselte noch auf seine Pistole, während die Untoten ihre Finger in ihn schlugen. Da loggte er sicher kurz vor dem Tod aus, wodurch auch die Zombies immer verschwinden. Zum Glück! Ich hatte immer noch Morphium, verabreichte es mir und beendete das Spiel.

Weil aber mein Buddy tatsächlich den Ort im Rekordtempo erreichte und seine noch völlig unangetastete Leiche fand, ging ich wieder kurz ingame. Wegen meines wieder geringen Blutwerts war ich beim Aufwachen K.O., mein Kumpel fand mich aber und zog meinen Körper in ein Gebüsch. Ich bekam eine Bluttransfusion und Epinephrin gegen die Besinnungslosigkeit. Dann hauten wir schnell ab, fanden noch ein recht nett gefülltes Zelt in der Nähe. Das Fahrrad war weg, einer der Überlebenden muss damit abgehauen sein.

Was genau im kleinen Waldstück passiert ist, konnten wir nicht aufschlüsseln. Vielleicht beschossen sich die dort liegenden Sniper (mindestens zwei) gegenseitig, weil sie nach dem Auftauchen meines Kumpels verwirrt waren? Oder eventuell waren im selben Augenblick andere Spieler dort angekommen, um die Scharfschützen zu überfallen? Ohne die Leiche meines Kumpels fanden wir zwei Tote, glaube ich.

Eine fantastische DayZ-Rückkehr für mich, auch wenn die Mod mittlerweile schwere Probleme hat: Kein Endgame-Content bzw. für die meisten Spieler anscheinend "in Riesengruppen alles looten", sehr viel Player-Killing (deswegen sind die Banditenoutfits zurück, laut meinem Kumpel im Talibanlook...), jeder kann das Game mit eigenen Scripts hacken (!) oder Gegenstände duplizieren (!) und viele Probleme können bzw. werden erst in der kommenden kommerziellen Stand-alone-Version beseitigt werden.

Gestern

Mein Kumpel und ich gehen nach den Ereignissen des Vortags gut gelaunt ins Spiel und erwachen gemeinsam versteckt im Gebüsch. Wenige Sekunden später taucht mindestens ein weiterer Spieler aus dem Nichts bei uns auf, wir sind aber schon vorher tot. Haxx0rs [insert nerd rage pic here]!!!

Freitag, 24. August 2012

Die ersten Staffeln: Continuum & Longmire

Continuum

Im Jahre 2077 ist Kanada ein ziemlicher Überwachungsstaat unter der mehr oder weniger offenen Herrschaft großer Konzerne. Die Terrororganisation Liber8 kämpft mit Gewalt dagegen und als einige ihrer ranghohen Terroristen hingerichtet werden sollen, werden die stattdessen nach 2012 teleportiert - zusammen mit der Polizistin Kiera Cameron (Rachel Nichols). Sie mogelt sich unter die hiesige Polizei und macht Jagd auf die Flüchtlinge.

Time Travel ist an sich nicht so mein Ding, aber in dieser eher seichten 2012er SF-Polizeiserie von Simon Barry gibt's bis zum Ende von Staffel 1 zum Glück nur die anfängliche Zeitreise. Schon früh wird deutlich, dass dahinter mehr als nur ein Unfall steckt und recht geschickt baut Continuum Personen und Ereignisse ein, die für die Zukunft von zentraler Bedeutung sein werden (es gibt regelmäßig "Rück"-Blenden" aus der Zukunft, leider oft eher langweilig). Cameron läuft zu Beginn noch in einem arg körperbetonenden und unrealistisch mächtigen Kampfanzug herum, der wird aber dann wohl aus Budgetgründen für einige Folgen demoliert und sie kann sich nur noch auf ihre Cyberimplantate verlassen.

Der größte Brocken für den Zuschauer: Ihr Helfer ist ein Teenage-Hacker (Erik Knudsen, der Bengel und Ladenbesitzer aus Jericho), der aus seiner High-Tech-Scheune heraus ungefähr alles infiltrieren und erfahren kann und stets mit Cameron in Kontakt steht. Unter den Bösen finden sich manch bekannte Darsteller aus z.B. Andromeda, Stargate und Akte X; ob der Kampf der Terroristen nicht irgendwie gerechtfertigt ist, streift die Serie leider nur anfangs. Das könnte nach dem durchaus spektakulären Staffelfinale in Folge 10 in einer möglichen zweiten Season an Bedeutung gewinnen. Solide Genrekost.

Continuum | CDN 2012 | Created by Simon Barry | Darsteller: Rachel Nichols, Victor Webster, Erik Knudsen, Stephen Lobo, Roger Cross, Lexa Doig, Tony Amendola u.a.

Longmire

Diese 2012er US-Serie von John Coveny und Hunt Baldwin basiert auf Craig Johnsons Buchreihe um Walt Longmire, den alteingesessenen Sheriff von Absaroka County, Wyoming. Der wortkarge Mann im fortgeschritteneren Alter leidet seit einem Jahr unter dem Tod seiner Frau, was aber seine Ermittlungserfolge dank Erfahrung, Intuition und Beobachtungsgabe kaum schmälerte.

Strukturell ist Longmire eine klassische Copserie mit qualitativ wechselhaften Fällen der Woche, aber das weite Land samt Indianereservat sorgt für neuzeitliche Western-Atmosphäre und die Charaktere sind auch recht gelungen. Walt Longmire (Robert Taylor) ist jedoch etwas zu sehr der Mann der Tat, löst fast jedes Verbrechen im Alleingang, lässt dabei Kollegen und Zuschauer öfters im Dunkeln tappen und macht auch in Kämpfen gegen Jüngere eine (zu) gute Figur. Katie Sackhoff (Battlestar Galactica) als zugezogene Großstadtpolizistin Vic bekommt stellvertretend für den Zuschauer die Eigenheiten des Landlebens erklärt und versprüht ansonsten mit unfassbaren Gesichtsausdrücken viel Charme (und kann leider zu selten zupacken).

Schwerwiegende Konflikte gibt es in der Serie kaum, folgenübergreifend steht die bevorstehende Sheriffwahl im Raum, bei der neben Walt auch dessen anderer Deputy Branch (Bailey Chase) kandidiert. Die so vorhandenen Spannungen entladen sich erst im Staffelfinale von insgesamt zehn Episoden, gleichzeitig scheint Walt im Zusammenhang mit dem Tod seiner Frau eine nicht ganz saubere Vergangenheit zu haben. Diese Eskalationen entschädigen für eine bisher gemächliche Serie, die man bei Interesse am Setting als eher anspruchslose Unterhaltung ruhig anschauen kann. Eine zweite Staffel ist bestätigt.

Longmire | USA 2012+ | Created by John Coveny & Hunt Baldwin | Darsteller: Robert Taylor, Katee Sackhoff, Bailey Chase, Adam Bartley, Cassidy Freeman, Lou Diamond Phillips u.a.

Dienstag, 31. Juli 2012

Movie Month 7/2012

Von mir drüben bei den Zelluloidfreaks: Vom Kollegen Tobberich: John Carter, Kokowääh

Suche

 

Beiträge & Kommentare

Über uns
HomiSite, 2023-10-01 10:54
Unterwegs in Düsterburg
HomiSite, 2021-03-04 11:39
Gods - Lands of Infinity [Update]
HomiSite, 2020-07-02 21:53
Spiele des Jahres 2017 im Internet
HomiSite, 2018-02-06 12:46
Spiele des Jahres 2016 im Internet
HomiSite, 2017-01-06 14:51

Microblogging

Glotzen

Lauschen

Zocken

Kaum noch AAA, viel Indie und Multiplayer, wenig Steam und Switch.

Status

Erstellt: 2006-09-02 17:58
Online seit 7228 Tagen
Letztes Update: 2024-10-11 15:45
338 Beiträge mit 178 Kommentaren

Credits & Feeds